05.04.2018 - 10:58 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

TSV-Sparte "Alle Neun" renoviert ihre Bahnen selbst Staubige Kegelsaison

Im Nachhinein können sie fast schon wieder darüber lachen: Eine extrem strapaziöse Zeit ging für die TSV-Sparte "Alle Neun" zu Ende.

Ulrike Pöllinger (Vierte von rechts) steht weiter an der Spitze der TSV-Sparte "Alle Neun". Zur Neuwahl und zu den anstehenden Ehrungen fanden sich Karin Schmidt, Jürgen Lugert, Hans-Jürgen Janker, Harald Strigl, Karl Pöllinger, Diana Kraus und Christoph Schell (von links) ein. Bild: nm
von Bernhard NeumannProfil

In der Jahreshauptversammlung gab es den Blick zurück auf ungezählte Arbeitsstunden, in denen die Kegelbahn saniert wurde. Was sich ein Jahr lang in "Karlis Wohnzimmer" getan hat, rief vor wenigen Tagen Ulrike Pöllinger ins Gedächtnis.

Karl Pöllinger, Ehemann der Spartenleiterin, war die meiste Zeit in der Sportanlage im Untergeschoss der Gaststätte "Gaisweiher" und nicht mehr zu Hause zu finden. Er stand an der Spitze einer Helferschar, die einen Traum wahr werden ließ. Nach Monaten voller Staub, Dreck, Schutt und Beeinträchtigungen beim laufenden Betrieb steht jetzt ein Schmuckkästchen zur Verfügung.

Die Frau an der Spartenspitze sparte in der Gaststätte "Gaisweiher" nicht mit Lob: "Ohne Karl wäre vieles schwieriger geworden oder hätte sich über noch längere Zeit hingezogen. Er ließ sich von dem enormen Aufwand nicht beeindrucken. Im Gegensatz zu mir. Bei mir lagen die Nerven gelegentlich blank." Außergewöhnliches leisteten weitere Männer und Frauen aus den Reihen der Kegler, des TSV-Hauptvereins und der Gemeinde: "Das zu sehen, gab Kraft für die Mammutaufgabe."

Zu tun gab es genug. Das reichte von der Erneuerung der Decke über einen neuen Fluchtausgang bis hin zu Malerarbeiten. Als dann fast alles fertig war, ging es gleich weiter. Eine geborstene Abwasserleitung machte einen Teil des Einsatzes zunichte und erforderte umfangreiche Reparaturen: "Es war zum Verzweifeln. Jetzt ist aber endlich wieder Ruhe eingekehrt, und ich bin zusammen mit euch stolz auf die Kegelbahn."

Ein Geschenk gab es auch. Das machten sich die Kegler selbst. Die erste Mannschaft holte im letzten Spiel der Saison die Meisterschaft in der Kreisklasse B Weiden. Hans-Jürgen Janker berichtete vom Verlauf der gesamten Spielrunde. Sie verlief für die Erste optimal und für das zweite Team mit einem siebten Platz zufriedenstellend. Auszeichnungen gab es für Roman Schell. 581 Holz verhalfen ihm zum Titel des Clubmeisters. Bei den Damen setzte sich Karin Schmidt (516) durch.

Das Kunststück, drei Mal in Folge alle Neun abzuräumen, schafften Christoph Schell, Roman Schell und Karin Schmidt. Noch einen drauf setzte Karl Pöllinger. Er ließ gleich vier Mal keinen Kegel mehr stehen. "Ich wünsche mir, dass wir in der kommenden Saison wieder mit zwei Mannschaften antreten können", schloss Janker sein Resümee. Janker wurde bei der Wahl als Sportwart bestätigt, ebenso wie Spartenleiterin Ulrike Pöllinger. Um die Kasse kümmert sich Harald Strigl, das Protokoll führt Karl Pöllinger.

Von seiten des Hauptvereins zeigten sich Jürgen Lugert und Diana Kraus beeindruckt. Der TSV und der gesamte Ort dürfen stolz auf die Kegler sein: "Sie schafften den Aufstieg und renovierten die Bahn. Beides war nicht leicht. Der Kraftakt lohnte sich aber." Wichtiges Ziel im Hauptverein sei der Erhalt aller von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Sportstätten. Am Herzen liegt es den Verantwortlichen zudem, junge Leute in die Vereinsführung einzubinden: "Da gibt es gute Ansätze."

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