15.03.2018 - 11:52 Uhr
Flossenbürg

Bayerische Passion in Flossenbürg Beeindruckender Nachmittag mit Jesus und dem "Deifi"

Die Zeit vor dem Osterfest aus einer ungewohnten Perspektive zu sehen, machte die "Bayerische Passion" möglich. In der katholischen Pankratiuskirche waren Mundarttexte und Musik zur Leidensgeschichte und Auferstehung zu hören. Der "Oberpfälzer Volksliedkreis" aus der Region Schwandorf hatte dazu eingeladen. Pfarrer Georg Gierl sagte: "Es ist wichtig, sich damit intensiv zu befassen." Genaues Hinhören war dafür allerdings nötig. Nicht nur wegen der Bedeutung des Themas, sondern wegen der manchmal etwas schwer zu verstehenden Sprache. Der Weidener Josef Sterr trug die Texte in Mundart vor. Verfasst hatte sie Ludwig Gruber. Der 1922 im Rottal geborene Bauer und Dichter war nicht nur Unterhaltungskünstler, sondern Sprachrohr seiner altbayerischen Heimat. In Episoden stellte Sterr die Stationen der Passion vor. Was auffiel: Immer wieder kam die Sprache auf den "Deifi", den Teufel, der seine Hände im Spiel gehabt haben soll. Imponierende musikalische Beiträge waren von der Empore zu hören. Dort stimmte die "Blaskapell'n Flossenbürg" Weisen an. Einfühlsame Lieder hatten der "Oberpfälzer Saitenklang" und "Erbendorfer Zitherclub" parat. Krankheitsbedingt absagen musste der "Josefshofer Hausg'sang". Ein paar mehr Besucher hätten Platz gehabt. Die gut 50 Zuhörer verloren sich fast schon in den Kirchenbänken. Bild: nm

von Bernhard NeumannProfil

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