25.02.2018 - 17:16 Uhr
Flossenbürg

Bonhoefferhaus dient spiritueller Gruppe als Ausweichquartier Polizei beobachtet "Om"-Singer

Viel Lärm und Vorfeld-Trubel um (fast) nichts: Das "Internationale OM-Chanting" fand am Samstag zwar statt, allerdings nur mit sieben Teilnehmern und nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, irgendwo auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte.

Die wenigen Teilnehmer des Om-Chanting nehmen wegen der eisigen Kälte das Angebot von Pfarrer Herbert Sörgel an und ziehen sich in das Bonhoefferhaus zurück. Das Om-Singen beginnt mit dem Anrufen von zwei "Meistern". Sie sollen die Gruppe um Angela Beyer (vorne, rechts) im Geist begleiten. Bild: nm
von Bernhard NeumannProfil

Wenige Zuschauer, Bürgermeister Thomas Meiler und eine Streife der Polizeiinspektion Neustadt harrten am Samstagmittag der Dinge, die da kommen sollten. Angela Beyer, sie reiste aus dem Taunus an, wollte mit einem Om-Singen die Vergangenheit heilen und das Gelände spirituell reinigen. Es blieb beim Wunsch, denn die sechs Gäste, darunter fünf Leute aus Tschechien, verloren sich in der eisigen Kälte im Norden der Grenzgemeinde.

Nach einer Viertelstunde ("da kommt wohl keiner mehr") nahm Beyer die Gastfreundschaft des evangelischen Geistlichen in Anspruch. Herbert Sörgel stellte der kleinen Gruppe das Bonhoefferhaus zur Verfügung.

In der Wärme fiel es den Mitwirkenden leichter, ihr "Om" anzustimmen, um mit den Schallwellen die Umwelt zu verbessern. "Es ist keine Religion, sondern hat mit Spiritualität zu tun", erklärte Beyer das ungewohnt anmutende Geschehen.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.