11.10.2017 - 20:10 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Mammutprojekte in Flossenbürg Schwierige Maßnahmen am Plattenberg und im Gaisthal

Es dauert nicht mehr lange bis zum Startschuss für Mammutprojekte. Der Zuschussantrag ist eingereicht. Er umfasst 2,5 Millionen Euro Ausgaben für Straßen im Bereich des Gaisthals. In der Gemeinderatssitzung werden die Pläne vorgestellt.

von Bernhard NeumannProfil

Die Ausbaupläne für die Straßen im Gaisthal - von Flossenbürg bis zum Gaisweiher und aus Richtung Plankenhammer bis hin zur Gabelung Hildweinreuth/Rumpelbach - erläuterte Bürgermeister Thomas Meiler. Im Sitzungssaal ging es nicht nur um die Erschließungsfunktion für verschiedene Ortsteile, sondern auch um die Anbindung des Freizeitzentrums am Gaisweiher. Betroffen sind insgesamt 4,7 Kilometer Straße. Das Eschenbacher Ingenieurbüro für Tiefbautechnik stellte fest, dass sich eine Kompletterneuerung vermeiden lässt. Die Straßen werden überteert. An verschiedenen Stellen muss der Untergrund in Ordnung gebracht werden.

Eine ausführliche Aussprache gab es im Gremium zum Wanderparkplatz am Gaisweiher. Er bleibt als wichtige Anlaufstation bestehen, soll aber eine neu gestaltete Zufahrt bekommen. Um nicht überall neue Leitplanken anbringen zu müssen, gibt es für alle betroffenen Straßenteile eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Kilometer pro Stunde. Bislang galt das nicht überall.

Sofort losgehen kann es allerdings nicht. Zunächst bleibt die Entscheidung zum Förderantrag abzuwarten, der inzwischen bei der Regierung der Oberpfalz liegt. Um Planungen und um die Finanzen ging es auch im Zusammenhang mit der Bedarfsmeldung für die laufende Städtebausanierung. Die nächste große Maßnahme wirft bereits ihre Schatten voraus. Angemeldet wird für die Zeit ab 2019 der Ausbau des Bereichs am Plattenberg. Aufgrund des steilen Geländes und der beengten Verhältnisse stehen beachtliche Herausforderungen bevor. Meiler verwies auf Handicaps für die Anwohner. "Ein Fahrverbot über einen längeren Zeitraum lässt sich wohl nicht vermeiden."

Der Plattenberg-Ausbau dürfte sich nach Meinung des Bürgermeisters zu einem wahren Kraftakt entwickeln: "Für die Abwicklung der Arbeiten ebenso wie für die Flossenbürger, die an den beiden Straßen wohnen." Bereits 2018 soll die Sanierung des sogenannten alten Polizeihauses starten. Die Planungen und Vorbereitungen sind zum Großteil abgeschlossen. Als weitere Gedanken und Wünsche im Zusammenhang mit der Städtebauförderung zur Sprache kamen, warnte Birgit Neumann: "Wir haben vor wenigen Wochen einen Finanzplan für die kommenden Jahre aufgestellt. Den sollten wir nicht gleich wieder beiseiteschieben."

Neumann brachte im Weiteren eine Wildschweinplage zur Sprache: "Die Schwarzkittel sind in den Maisfeldern unterwegs. Und diese Flächen reichen unmittelbar bis an das Baugebiet Süd heran. Auf dem Weg in Richtung Kochbühl unterwegs zu sein, kann durchaus problematisch oder gefährlich werden." Die probeweise Beleuchtung der Burg, Risse in einer neuen Teerfläche am Vogelherd und zu hohe Geschwindigkeiten im Bereich der nördlichen Ortszufahrt brachte zweiter Bürgermeister Alexander Sailer zur Sprache.

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