Netzwerktreffen der „Schulen gegen Rassismus“
Courage-Projekte mit Köpfchen

Vermischtes
Flossenbürg
27.03.2017
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Dr. Christa Schikorra, Leiterin der Bildungsabteilung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, fand die Wahl des Veranstaltungsortes "sehr passend". An einem geschichtsträchtigen Ort standen Aktionen gegen Rassismus im Mittelpunkt: Zum Netzwerktreffen der Oberpfälzer "Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage" waren rund 50 Schüler und Lehrer zusammengekommen. Veranstalter des Netzwerktreffens war die Regionalkoordination Oberpfalz, die beim Bezirksjugendring angesiedelt ist. Unterstützung leistete die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Neustadt im Zuge des Bundesprogramms "Demokratie leben".

"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist ein europaweites Demokratie-Netzwerk - das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören über 2000 Schulen an. In der Oberpfalz sind es inzwischen fast 80 Schulen - darunter vier aus dem Landkreis Neustadt. Bei dem Projekt von und für Schüler soll sich jede SOR-SMC-Schule gegen jede Form von Diskriminierung aktiv einsetzen und regelmäßig Projekttage auf die Beine stellen. Um sich auszutauschen und voneinander zu lernen, präsentierten die Teilnehmer des Treffens ihre vielfältigen Projekte und Aktionen. "Eine tolle Idee, von anderen Schulen Inspiration zu bekommen und eigene Projekte zu reflektieren", schwärmte ein Teilnehmer.

Im Anschluss konnten Lehrer in den Workshops "Einmal SOR - immer SOR?" und "Junge Geflüchtete in der Klasse: Interkulturelles Training in der Flüchtlingsbeschulung" diskutieren, welche Möglichkeiten bestehen, um das Netzwerk im Schulalltag zu verankern. Ferner ging es darum, Kollegen zur Mitgestaltung zu motivieren oder sich Ratschläge für die Unterrichtgestaltung mit jungen Geflüchteten zu holen.

Schüler erweiterten ihr Know-how unter anderem mittels Workshops wie "Helfen kann jeder! - Zivilcourage im Alltag", "Clips gegen Ausgrenzung drehen", "Courage-Projekte mit Köpfchen planen", "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" und "Ausgegrenzt, entrechtet und isoliert - Situation von Flüchtlingen in Bayern". "Ein ansprechendes Workshop-Angebot", wie eine Schülerin lobte. Ihre Mitschüler waren sich einig: "Viele neue Ideen warten nur auf ihre Umsetzung."
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