07.07.2017 - 20:10 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Strapaziöse Übung Soldaten schlagen sich zum Gaisweiher durch

Am Montag ging es los und erst am Mittwochabend hatten die Strapazen ein Ende. 74 Soldatinnen und Soldaten der dritten Batterie des Artilleriebataillons 131 beendeten am Gaisweiher nicht nur eine dreitägige Übung. Sie waren auch bei der Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde dabei.

Feierliche Momente nach einer strapaziösen Übung, die es so noch nicht gab: Batteriechef Andreas Leischner (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Thomas Meiler (Mitte) rücken am Gaisweiher die Patenschaft zwischen Bundeswehr und Gemeinde in den Mittelpunkt. Bild: nm
von Bernhard NeumannProfil

Fitness war von den Angehörigen der dritten Batterie schon kurz nach dem Start gefordert. Die Übungsvorgaben beinhalteten nach dem Ausrücken aus der Weidener Ostmarkkaserne den Ausfall der Fahrzeuge und der Gruppenführer bei Falkenberg. Es blieb nur die Möglichkeit, sich in kleinen Einheiten bis zum Zielort in Flossenbürg durchzuschlagen.

Die Messlatte lag hoch, bei mehr als 50 Kilometern Distanz, 30 Kilogramm Gepäck auf der Schulter und dem Gewehr in der Hand. Erstes Etappenziel war nach dem Durchqueren des Waldnaabtals ein Nachtlager in der Nähe von Schönkirch. Die zweite Nacht verbrachten die Teilnehmer, und das war wörtlich zu verstehen, im "Paradies". So heißt ein kleines traumhaftes Badegelände zwischen Plößberg und Floß.

Eingestreute Aufgaben erschwerten das Vorankommen. Das galt auch für den dritten Tag mit Abseilübungen am Flossenbürger Schlossberg und mit der Rettung eines abgestürzten Piloten aus dem Gaisweiher. Batteriechef Andreas Leischner und Spieß Roland Hecht waren mit den Leistungen rundum zufrieden. "Eine derartige Übung gab es bei uns bisher noch nicht. Sie wurde bravourös bewältigt."

Dabei ging es nicht nur um die Fitness, sondern auch um die Kameradschaft. "Die drei Tage schweißten uns zusammen. Sie führten vor Augen, was möglich ist, wenn sich unsere Leute gegenseitig motivieren."

Feierliche Momente gab es am Mittwochabend, als Leischner und Bürgermeister Thomas Meiler in der kleinen, am Gaisweiher aufgebauten Zeltstadt eine Urkunde unterzeichneten. Sie besiegelt nach organisatorischen Veränderungen bei der Bundeswehr erneut die Patenschaft. Leischner und Meiler ließen vor der versammelten Truppe, den Mitgliedern des Gemeinderates und einer Abordnung der Reservistenkameradschaft mit Vorsitzendem Stefan Witzl keine Zweifel am Weg in die Zukunft. Sie wollen die Patenschaft durch Aktionen mit Leben erfüllen. Viel Lob ernteten in der Freizeitanlage das Bauhofteam um Alexander Klettner, Tanja Schwanitz für das Kommunalunternehmen als Eigentümer, Klaus Richter aus dem Rathaus, sowie der frühere Störnsteiner Bürgermeister Boris Damzog. Für das leibliche Wohl wurde am Grill gesorgt und es blieben einige Stunden Zeit fürs gesellige Zusammensitzen. Zurück in die Kaserne ging es erst am Donnerstag.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.