Viruserkrankung ein Schwerpunktthema bei der Jagdgenossenschaft
Schweinepest rückt immer näher

Vermischtes
Flossenbürg
12.03.2018
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Die Wildschweine verursachen Sorgenfalten. Nicht nur wegen der Schäden, die sie anrichten. Die Afrikanische Schweinepest und damit eine existenzielle Gefahr für alle Halter oder Züchter von Hausschweinen rückt immer näher.

Mit der ansteckenden und tödlich verlaufenden Krankheit setzten sich die Mitglieder der Jagdgenossenschaft auseinander. Jagdvorsteher Franz Rosner konnte im "St. Ötzener Hof" zumindest ein wenig beruhigen. Menschen oder Hunde können sich nicht infizieren: "Menschen tragen aber zur Ausbreitung bei. Konkret geht es um die in der freien Natur weggeworfenen Lebensmittel."

Details beleuchtete in einem Referat Ulrich Krapf. Der Jagdpächter und passionierte Jäger berichtete davon, dass die Viruserkrankung bereits 200 Kilometer vor der Grenze stehe. Der Umstand habe zur katastrophalen Lage bei der Vermarktung von Wildschweinfleisch geführt. Sorgen gibt es auch aus einem anderen Grund: "Die Flossenbürger Jagd blieb zwar von ganz großen Schäden verschont, wiederholt pflügten die Schwarzkittel aber Wiesen um. Die kommen irgendwann in der Nacht. Da kannst du gar nichts machen." Chancenlos sind die Jäger auch beim Auftreten der Tiere in unmittelbarer Nähe von Siedlungen. In Maisfeldern zu schießen sei viel zu gefährlich.

Ein weiteres Ärgernis kam zur Sprache. Es hatte nichts mit Wildtieren, sondern mit Unvernunft zu tun. Krapf kritisierte Quad-, Auto- und Motorradfahrer: "Die testen ihre Fahrzeuge in der freien Natur. Es ist ein Wahnsinn, was manche Zeitgenossen anstellen und wie viel Unruhe in den Wald gebracht wird." Ansonsten sei das Jagdjahr vernünftig verlaufen: "Wir konnten den Abschussplan einhalten. Zudem gab es ein gutes Miteinander mit den Jagdgenossen und den Fachbehörden." Die Jagdpacht wird im Herbst ausbezahlt. Ein markantes Ereignis steht 2019 bevor. Rosner brachte die Neuwahl zur Sprache: "Es kann die ein oder andere Veränderung geben. Grundsätzlich ist die Flossenbürger Jagdgenossenschaft aber gut aufgestellt." Rosners Lob galt insbesondere Armin und Manfred Münchmeier, Ulrich Krapf und Richard Schedl: "Auf sie als Pächter beziehungsweise Jäger ist Verlass."

"Macht so weiter", forderte Bürgermeister Thomas Meiler auf. Das Miteinander lasse vieles leichter fallen und helfe, Probleme gar nicht erst aufkommen zu lassen. Auf den Tisch kam anschließend der von der Familie Schwanitz ausgezeichnet zubereitete Wildschweinbraten. Vater und Sohn Münchmeier hatten das erlegte Tier für das gemeinsame Essen zur Verfügung gestellt.
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