Forstbetrieb Flossenbürg bildet wieder aus: Jedes Jahr drei bis vier neue Azubis
Nachwuchs für den Wald

Wirtschaft
Flossenbürg
10.01.2017
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Flossenbürg/Eslarn. Die Bayerischen Staatsforsten richten heuer sechs neue Ausbildungsstandorte für den Beruf des Forstwirts ein. Einen davon auch in der Oberpfalz: beim Forstbetrieb Flossenbürg. "Der Wald ist einer der schönsten Arbeitsplätze in Bayern. Gut qualifizierte und ausgebildete Forstwirte, die in ,ihrem' Wald und in der Natur zu Hause sind, sind ein großes Plus", erklärt dazu der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, in einer Pressemitteilung. "Deshalb setzen wir auch in Zukunft auf unsere Forstwirte, die in ihren Betrieben und ihrer Heimat verwurzelt sind."

Die Entscheidung des Vorstands, vor Ort für die hiesige Region auszubilden, löst bei Forstbetriebsleiter Stefan Bösl und seiner Mannschaft Freude aus. Bösl: "Als die Nachricht kurz vor Weihnachten in Flossenbürg eintraf, war dies ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für uns. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, der wir uns im Wald ja seit mehr als 300 Jahren verschrieben haben, ist nunmehr auch künftig sichergestellt, dass die wertvollen Kenntnisse und Erfahrungen der älteren Waldfacharbeiter an die nächste Generation weitergegeben werden können."

Vier Neue im September

Die vier neuen Azubis sind bereits aus den Interessenten ausgewählt. Ab September sollen sie eine praxisgerechte Lehre erhalten. Dazu laufen derzeit die Vorbereitungen. So wird am Forstbetrieb Flossenbürg ein zusätzlicher Forstwirtschaftsmeister eingestellt, dessen Aufgabe vor allem die Ausbildung der Azubis sein wird. Die Ausschreibung für die Besetzung dieser verantwortungsvollen Position läuft derzeit an.

Mit dem Betriebshof in Eslarn/Tillyschanz ist ein passendes Gebäude vor allem für die theoretischen Unterrichtseinheiten vorhanden, bei dem nur noch kleinere Anpassungen erfolgen müssen. Die praktischen Übungen werden wirklichkeitsnah hauptsächlich in den rund 16 000 Hektar umfassenden Staatswaldungen des Forstbetriebs abgehalten.

Laut Bösl sollen künftig jedes Jahr etwa drei neue Azubis eingestellt werden, so dass bei der dreijährigen Lehrzeit ständig acht bis zehn Lehrlinge gleichzeitig am Forstbetrieb ausgebildet werden. "Voraussetzung für die Ausbildung ist ein einwöchiges Schnupperpraktikum bei einem Forstbetrieb schon während der Schulzeit", informiert Servicestellenleiter Ingo Greim. "Dabei bekommt jeder Bewerber - aber auch wir - einen ersten Eindruck, ob das wirklich die richtige Berufswahl ist." Die zunehmende Mechanisierung habe das Berufsbild des Forstwirts stark verändert. Der Tätigkeitsbereich sei vielseitiger geworden: "Weg vom reinen Holzhauer hin zu allen Tätigkeiten, die mit der vorbildlichen Bewirtschaftung der bayerischen Staatswälder zu tun haben." Von der Fällung von Starkbäumen über die Pflanzung von Setzlingen bis hin zum Bau von Erholungseinrichtungen.

Interessenten für ein Betriebspraktikum können sich ab sofort beim Forstbetrieb in Flossenbürg informieren: 09603/9033-0. Infoszur Ausbildung: www.baysf.de/ausbildung
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