Kirwa in Großschönbrunn ein Gemeinschaftswerk
Anstrengend, aber schön

Das Oberkirwapaar 2017: Hermann Fronhofer und Anna Fehm. Bild: jud
Kultur
Freihung
15.10.2017
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Trotz nicht so guten Wetters war die Kirwa, die gemeinsam von der Großschönbrunner Feuerwehr und der Landjugend ausgerichtet wurde, wieder sehr gut besucht. Und ihre Ausläufer erstreckten sich bis in den Dienstag hinein.

Großschönbrunn. Das Kirwawochenende startete am Freitag mit der Vorkirwa im Feuerwehrhaus. Aber nach der langen Feier war am nächsten Morgen für die Kirwaleute an Ausschlafen nicht zu denken, denn der Baum musste in aller Früh von den Burschen geholt und auf den Dorfplatz gebracht werden. Die Kirwamoidln schmückten derweil den Kirwastodl und bereiteten den Burschen eine deftige Brotzeit vor.

Am Nachmittag wurde der vorher noch mit Schnitzereien und Bändern verzierte Kirwabaum mit Hilfe eines Autokrans aufgestellt - Sicherheit geht vor, denn aufgrund des regnerischen Wetters war an das übliche Baumaufstellen mit Schwalben und Muskelkraft leider nicht zu denken.

Der Festgottesdienst zur Kirwa fand als Vorabendmesse am Samstag statt. Er wurde unter dem Motto "Kirchweih" gefeiert, und die Kirwapaare gestalteten ihn durch Vortragen der Fürbitten und der Lesung mit. Danach wurde in den Kirwastodl eingezogen, und der weltliche Teil mit der Party konnte beginnen. Die Band "Grögötz Weißbir" rockte den Stodl bis in die frühen Morgenstunden, so dass es nur wenige Leute auf den Bänken hielt.

20 Kirwapaare aktiv

Der Sonntag begann für die Burschen mit dem Einholen der Moidln. Am Dorfplatz, wo schon viele Zuschauer auf die 20 Kirwapaare warteten, war dann das Austanzen mit der Kür des neuen Oberkirwapaars angesagt. Die Musikanten der "Hoglbouchan" gaben dazu den Takt vor. Als die Musik stoppte, hatten Hermann Fronhofer und Anna Fehm den Blumenstrauß in der Hand und durften danach als neues Oberkirwapaar noch einen Ehrenwalzer drehen. Auch die kleinen Zuschauer kamen nicht zu kurz. Aus den Körben am Baum wurden vom Oberkirwapaar Bonbons und andere Leckereien ausgeworfen. Mit den "Hoglbouchan" zog man vom Dorfplatz zum Kirwastodl, wo schon Kaffee und Kuchen für die vielen Gäste vorbereitet waren. Bis in den Abend hinein wurde mit Musik und Tanz gefeiert.

Kleine Zugabe

Der Montag begann mit dem Kirwabärtreiben durch das Dorf. Der Bär und seine Gefolgschaft schwärzten etliche Leute und Kinder. Beim Kirwaausklang mit der Band "Grodaas" wurden der Baum und viele weitere Preise verlost. Losglück beim Kirwawahrzeichen hatte Matthias Siegler aus Oberschalkenbach. Für die Kirwapaare gab es noch eine Zugabe: Wer noch so lange aushielt, war zum Kirwafrühstück beim neuen Oberkirwapaar Fronhofer/Fehm am Dienstag in der Früh eingeladen.
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