Original Bauernsfünfer karikieren das Landleben mit einer ganz wilden Mixtur
Die musikalische Maschinenhalle

Ein kurioses, aber auch humorgeladenes und unterhaltsames Programm boten die Original Bauernfünfer in der Kulturscheune Elbart. Bild: prö
Lokales
Freihung
03.05.2013
1
0
"Das gute Wetter reißt bald aus, wenn früh rumort und pfeift die Maus." Dieser Reim der Original Bauernsfünfer passte so richtig zur Wetterlage, als der Oine (Dominik Niklas) und der Aaner (Uli Radl) in der voll besetzten Kulturscheune Elbart das Leben auf dem Land aus ihrer Sicht schilderten.

Mit deftigen Texten und so mancher Hinterfotzigkeit machte das Duo seinem Namen alle Ehre. Doch auch musikalisch überzeugten die beiden Musikvirtuosen in jeder Beziehung. Sie wechselten mühelos von einer Stilrichtung in die andere und bedienten sich dabei eines Riesenarsenals an Musikinstrumenten - oder wie sie selber sagten: des umfangreichen Fundus ihrer musikalischen Maschinenhalle. Mit dabei war ihr ständiger Begleiter Kevin, eine astreine "Loop-Maschin", die einem Tonband gleich vorgegebene Rhythmen oder Melodiephrasen ständig wiederholend zu live gespielter Musik und Gesang wiedergibt. Aber auch mit Keyboard, Gitarre, Stimmbandl, Ukulele, Nasenpfeiferl, Trommel, Trompeten, Klarinetten, Saxofon, Glockenspiel, Blockflöten, Windmaschine, Schnupftabakdose und Melodika setzten die beiden ihre selbst verfassten Mundarttexte unverwechselbar in Szene.
Sei es der kranke Fuchs, der das Hühnerjagen satt hat, der für die Oberpfalz neu kreierte Brotzeit-Plattler oder die Kuni Schmie, die nach Spanien auswandert, um den Hof ihrer Eltern nicht übernehmen zu müssen - die Original Bauernsfünfer karikierten das Landleben mit dem ihnen eigenen Schalk im Nacken, aber auch mit soziologischem Feingeist, gepaart mit aufrichtiger Liebe zu Dialekt und Musik. Dabei war der Oine so gut wie der Aaner. Ein durchaus kurioses, aber humorgeladenes und unterhaltsames Programm, das mit einer wilden Mixtur aus Jazz, Blues, Volksmusik, Hip-Hop, Country und einem Schuss Tango in unserem Raum sicher einzigartig ist. Nicht ohne Grund ernannte der Neue Tag das "Oberpfälzer Yin und Yang" bereits zum "Aushängeschild für Oberpfälzer Kleinkunst".

So bleibt als abschließender Kommentar nur der Refrain eines Liedes der Original Bauernsfünfer: "Super - Mega - Gaudi - Hey".

Am 11. Mai geht es in der Kulturscheune weiter mit dem Salon-Trio Ference Babari aus Nürnberg und "Beschwingt in den Mai". Am 25. Mai entführen Peter Fuchs, Johanna Berger und Wolfgang Herrneder ihr Publikum mit bezaubernden Wiener Liedern, Chansons und Operettenstücken nach Wien.

___

Infos und Buchung unter:

http://www.kulturscheune-elbart.de
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.