Bernhard Schönl aus Seugast 80 Jahre alt
Kleiner Park als Lebenswerk

Die Glückwünsche von Bürgermeister Norbert Bücherl und der Marktgemeinde Freihung überbrachten zusammen mit Urkunde und Gemeinde-Fotoband die beiden Stellvertreter Klaus Meißner (links) und Helmut Klier (rechts). Bild: ö
Vermischtes
Freihung
22.08.2017
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Seugast. Man sieht ihm sein Alter wirklich nicht an: Bernhard Schönl feierte 80. Geburtstag. Der Jubilar ist im Untersteirerhof in Seugast geboren und wuchs dort mit sieben Geschwistern auf. Nur drei von ihnen konnten nun noch mit ihm feiern.

Nach dem Besuch der einklassigen Volksschule in Seugast arbeitete er als Helfer im Schreinerhandwerk in Schlicht. Dann trat er in das Bauunternehmen Albert Lehner in Freihung ein, wo er sich bis zum Kranführer emporarbeitete. Der Jubilar ist Mitglied in allen Seugaster Vereinen. Für die Feuerwehr gratulierten Vorsitzende Isolde Schmidt und Beisitzer Stefan Groher, für den Schützenverein Gut Ziel Schießleiter Karlheinz Weiß und Beirätin Christine Ebensberger, für die DJK Vorsitzender Tom Macke und für den Obst- und Gartenbauverein Großschönbrunn Gabi Hager. Gleich doppelte Glückwünsche überbrachte Alfons Merkl: für die katholische Kirchenverwaltung und den Kapellenbauverein.

Grund zum Danken hat die Marktgemeinde Freihung, was die Bürgermeister-Stellvertreter Klaus Meißner und Helmut Klier taten. Hat sich der Jubilar doch in Seugast ein kleines Denkmal gesetzt. In Eigeninitiative hat er das gemeindliche Grundstück hinter der Filialkirche, das von der Bevölkerung oft mit Gartenabfällen verunziert worden war, in jahrelanger Arbeit gereinigt und dann in eine kleine Parklandschaft verwandelt. Auf den Vorschlag von Klaus Meißner, diese Anlage als Bernhard-Schönl-Park zu bezeichnen, reagierte er bescheiden: Untersteirer Allee wäre ihm lieber. Heute lebt Schönl auf dem elterlichen Hof seines Bruders Rudi, wo er lebenslanges Wohnrecht genießt. Gern beteiligt er sich an den Touren der Seugaster Rollerfreunde.

Beliebt ist er beim Seniorenstammtisch. An die Lausbubengeschichten von Ludwig Thoma erinnert es, wenn er aus seiner Kinderzeit erzählt, besonders von seinem Kampf mit dem "Gmoisakra", wie er den einstigen Gemeindeschreiber nennt. Der hat ihm in der Nachkriegszeit den Berechtigungsschein für ein Paar neue Schuhe für die Erstkommunion verweigert, weshalb er in gebrauchten Mädchenschuhen zum Tisch des Herrn trat. Die Streiche, mit denen er sich dafür rächte, lösen heute noch Heiterkeit aus.
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