04.01.2018 - 17:18 Uhr
FreihungOberpfalz

Frauentreff hilft Teenagern in Uganda Von Familien ausgeschlossen

Unverheiratete Mütter im Teenageralter werden in Uganda oftmals von ihren Familien stigmatisiert. "Help Teenage Mothers in Uganda" heißt die Organisation, an die der Großschönbrunner Frauentreff jetzt spendete.

Der Frauentreff hilft jungen Teenagermüttern in Uganda. Vorne, von links: Pfarrvikar Lubuulwa David und Rosina Melchner. Hinten, von links: Maria Scheidler, Maria Stubenvoll, Gertrud Rubenbauer, Hildegard Nübler und Hedwig Wiesneth. Bild: mof
von Autor MOFProfil

Großschönbrunn. Seit vielen Jahren übernimmt die Gruppe die Bewirtung und Verköstigung bei der Martinsfeier. Der Erlös wird alle Jahre Projekten für Kinder in Not gespendet. Jetzt geht der Erlös an die Hilfsorganisation "Help Teenage Mothers in Uganda". Pfarrvikar Lubuulwa David von der Pfarrei Großschönbrunn nahm die Spende von 520 Euro entgegen. Seine Schwester Nassolo Mary Gorreti unterstützt dieses Projekt aktiv und wird diese Spende sinnvoll einsetzen.

Ein großer Teil der unverheirateten Mütter im Teenageralter in Uganda ist mit physischen, psychischen und sozialen Problemen nach der Schwangerschaft und Geburt konfrontiert, wie zum Beispiel Geburtskomplikationen, Mangel an Bildung und Stigmatisierung in ihren Gemeinden. In vielen traditionellen afrikanischen Gesellschaften haben Mädchen nicht so viel Wert wie Jungen, vor allem wenn diese Mädchen in Teenagerjahren schwanger werden. Sie werden von ihren Familien vernachlässigt und von ihren Gemeinschaften ausgeschlossen, somit können die Mädchen ihre Ausbildung nicht fortsetzen und fallen in die Armut. Es bedeutet auch, dass ihre Kinder eine geringere Chance haben, bis zum Alter von fünf Jahren zu überleben, und dass sie doppelt so häufig mit einem missbrauchenden Ehemann vor dem 20. Lebensjahr verheiratet sind. Das Projekt hilft jährlich 100 unverheirateten Teenager-Müttern, technische Fähigkeiten zu erwerben, die ihr Produktivität signifikant verbessern. Sie können Kompetenzen in Schneiderei, Korbflechterei, Landwirtschaft, Backen, Kochen und Lebensmittelverarbeitung erwerben. Damit das Projekt selbsttragend ist, sollen die Dienste des Berufszentrums für die Gemeinschaft zu einem erschwinglichen Preis geöffnet werden. Das verbessert das Einkommen, ihr Selbstwertgefühl und führt bei den Frauen zu finanzieller Unabhängigkeit.

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