06.11.2017 - 16:24 Uhr
FreihungOberpfalz

Freihunger nehmen an internationalem Treffen des Europäischen Jugendprojekts (EJP) teil Geschichte zum Anfassen

Eine intensive Erfahrung mit viel Geschichte und Kultur war das viertägige internationale Treffen des Europäischen Jugendprojekts (EJP) unter Leitung von Hartmut Schendzielorz im ehemaligen Schlesien. Deutsche, Franzosen und Polen nahmen daran teil.

Das Europäische Jugendprojekt blickt hochmotiviert nach vorn (von links): Bürgermeisterin Nicole Oury (Diemeringen/Frankreich), Hartmut Schendzielorz, Sonja Kurtz, Vizebürgermeister Francis Kurtz, Christiane Regn, Darius Krywult, Gerd Müller und Gerard Oury. Bild: bk
von Siegfried BockProfil

Den Auftakt bildete am Tag vor der Abreise ein Empfang im Freihunger Rathaus. Bürgermeister Norbert Bücherl hatte anlässlich der 15-jährigen Partnerschaft mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge dazu eingeladen. Auch viele Jugendliche und Mitglieder des EJP waren zu Gast. Hartmut Schendzielorz, mit Bürgermeister a. D. Emil Köhler Initiator der Partnerschaft, blickte in seiner Festrede auf viele Höhepunkte zurück.

Die Studienreise führte über Görlitz nach Krzyzowa (Kreisau) in Niederschlesien. Kreisau wird mit dem Kreisauer Kreis, der Widerstandsgruppe gegen die Nationalsozialisten, in Verbindung gebracht. In der Jugendbegegnungsstätte auf dem restaurierten Gelände des ehemaligen Ritterguts der Familie von Moltke wird die Europäische Jugendgruppe bei der Projektwoche an Pfingsten 2018 zu Gast sein. Ein pädagogischer Mitarbeiter stellte das Konzept und das Gelände vor. Der historisch bedeutende Ort, das Ambiente des ehemaligen Gutshofs, aber auch die Symbole aus der Geschichte Deutschlands und Polens boten Anstöße, mit Jugendlichen "Geschichte zum Anfassen" zu gestalten.

Die Ausstellung "Mut und Versöhnung" hinterließ tiefe Eindrücke. In Breslau stieß Darek Krywult, Lehrer an der Salesianer-Schule in Stettin, hinzu. Bei der Stadtführung erheiterten die vielen humorvollen Zwerge aus Bronze die Gruppe. Die Provinz Oppelner Land gehörte bis Kriegsende zu Deutschland. Hier leben noch viele polnische Staatsbürger mit deutschen Wurzeln. Darauf verweisen auch zweisprachige Ortsschilder und Deutsch als zweite Amtssprache.

Beim Besuch des ehemaligen Truppenübungsplatzes, der Kriegsgefangenen- und Internierungslager in Lamsdorf (Lambinovice) und St. Annaberg bestand Gelegenheit, hautnah und tief in die deutsch-polnische Geschichte einzutauchen. Konzept und Programmentwurf für die Projektwoche in Breslau, Kreisau, Auschwitz und Krakau vom 19. bis 26. Mai stehen. Regierungspräsident Axel Bartelt hat die Übernahme der Schirmherrschaft zugesagt.

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