30.04.2018 - 15:45 Uhr
FreihungOberpfalz

High-Tech-Gerät im Wert von 400.000 Euro [Video] Freihung feiert neues Feuerwehrauto

Ein Festtag für die ganze Gemeinde ist die Segnung und offizielle Übergabe des neuen Prunkstücks der Freiwilligen Feuerwehr Freihung: Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20, kurz HLF 20, erhält von Pfarrer Bernhard Huber den kirchlichen Segen, bevor der Schlüssel an den Kommandanten übergeben wird.

von Christina RabensteinProfil

Vorangegangen war dem ein Festgottesdienst – mit den Fahnenabordnungen im Altarraum. In der Predigt Hubers stand die Hilfe am Nächsten im Mittelpunkt. Sie werde von den nahezu 100 anwesenden Uniformträgern vorbildlich praktiziert bei ihrer ehrenamtlichen Aufgabe für das Gemeinwohl.

Angeführt von der Gebenbacher Blasmusik, die auch den Gottesdienst musikalisch umrahmt hatte, bewegte sich ein Festzug mit den Freihunger Feuerwehrleuten, Abordnungen der Gemeindefeuerwehren, der Patenwehr Kaltenbrunn, der Feuerwehr Grafenwöhr und einer Reihe von Ehrengästen zum Gerätehaus. Allen voran fuhr das neue Fahrzeug.

Kommandant Andreas Luber begrüßte die Gäste. In seiner Ansprache zur Fahrzeugweihe blickte er auf die Arbeit der vergangenen drei Jahre zurück. Das bislang genutzte Löschgruppenfahrzeug 8 aus dem Jahre 1985 entsprach nicht mehr den modernen Anforderungen, insbesondere bei den Aspekten Sicherheit und Ausstattung, es sei technisch verbraucht und sehr reparaturanfällig.

Mit dem neuen HLF habe man die bestmögliche Lösung gefunden, auch im Hinblick darauf, dass es sich inzwischen bei etwa drei Vierteln aller Einsätze um technische Hilfeleistungen handle. Luber stellte das neue Fahrzeug vor und erklärte die technischen Daten. Es verfügt über einen 2000-Liter-Wassertank, einen 200-Liter-Schaumtank, vier Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum, Steck- und Schiebeleiter, Hebekissensystem, Lüfter, Rettungssäge, heckseitige Verkehrswarnanlage, Schlauchhaspel, Verkehrssicherungshaspel und vieles mehr.

Das gesamte Fahrzeug ist mit LED-Technik ausgerüstet – inklusive dem Lichtmast mit acht Scheinwerfern. Lubers Dank galt der Gemeinde und Gemeindeverwaltung für die große Investition in die Zukunft, der Feuerwehr Grafenwöhr für die gute Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Beschaffung, dem Landkreis sowie dem Freistaat für die Zuschüsse und seinen Kameraden für den Einsatz.

Anschließend segnete Bischöflicher Geistlicher Rat Bernhard Huber das geschmückte Fahrzeug und dankte den Feuerwehrleuten für ihre Hilfsbereitschaft. Bürgermeister Norbert Bücherl verwies darauf, dass die Gemeinde stets bemüht sei, für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen. Die Feuerwehr sei in den letzten Jahrzehnten zu einer universellen Hilfs- und Rettungstruppe geworden und hierzu gehöre auch modernes technisches Equipment.

Bevor der Bürgermeister symbolisch einen Schlüssel an den Kommandanten übergab, ging er auf die Finanzen ein. Die Kosten betrugen 400 000 Euro, wobei nach Abzug der Förderungen von der Gemeinde noch rund 215 000 Euro aufzubringen waren. Er wünschte allzeit gute Fahrt und gesunde Rückkehr von den Einsätzen. Auch Landrat Richard Reisinger machte in seiner Ansprache deutlich, wie wichtig eine moderne Ausrüstung ist und hob das vorbildliche Engagement der Feuerwehren besonders hervor.

Große Anforderungen

In seinem Grußwort gratulierte Kreisbrandrat Fredi Weiß, stellvertretend für alle anwesenden Führungskräfte, der Gemeinde zu dieser „sinnvollen Anschaffung“ und betonte, dass es die ehrenamtliche Arbeit sehr erleichtere. „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“, seien die Schlagworte, die das Aufgabenspektrum der Feuerwehr beschreiben. Die gewachsenen Anforderungen könnten nur mit technischem Fortschritt bewältigt werden. Weiß zollte den Kameraden Respekt für den wichtigen Dienst und ihre ständige Einsatzbereitschaft. Auch der Kommandant der Feuerwehr Kaltenbrunn, Alexander Kummer, überbrachte der Patenwehr Glückwünsche und überreichte ein Fass Bier.

Anschließend ging der Vormittag für alle Anwesenden in den geselligen Teil über. Es bestand noch den ganzen Tag die Möglichkeit, sich über die technischen Details des HLF20 zu informieren und sich einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr zu verschaffen.

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