Schwerer Verkehrsunfall bei Tanzfleck
Junger Amerikaner stirbt

Ein mit vier jungen Amerikanern besetztes Fahrzeug verunglückte bei Tanzfleck. Ein hinten sitzender Mann zog sich tödliche Verletzungen zu. Bild: gf
Vermischtes
Freihung
18.03.2017
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Ein mit vier jungen Amerikanern besetzter SUV ist in der Nacht zum Samstag bei Tanzfleck von der Straße abgekommen und schwer verunglückt. Für einen auf der Rückbank sitzenden Mann kam jede Hilfe zu spät: Er starb im Fahrzeug.

Nach Informationen der Polizei war der mit vier jungen Männern, alle US-Amerikaner, besetzte Wagen von Grafenwöhr kommend in Richtung Freihung unterwegs. In einer Kurve wenige hundert Meter vor der Ortschaft Tanzfleck (Gemeinde Freihung) verlor der Fahrer vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über den SUV. Das Fahrzeug geriet auf das Bankett, streifte einige Bäume, überschlug sich und blieb total demoliert auf dem Dach neben der B299 liegen.

Um 2. 41 Uhr ging bei den Rettungskräften der Alarm ein. Die Feuerwehren aus Freihung, Kaltenbrunn und Vilseck sowie die Lagerfeuerwehr der US-Armee rückten nach Angaben von Kreisbrandrat Fredi Weiß aus. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute bei strömenden Regen im Einsatz.

Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte befand sich eines der Unfallopfer außerhalb des Fahrzeugs. Den tödlich verletzten 22-jährigen Amerikaner fanden die Einsatzkräfte auf der Rückbank des SUV. Zwei weitere Verletzte liefen an der Unfallstelle umher. Von den drei Überlebenden wurden zwei schwer und einer leicht verletzt.

Zunächst war auch der Rettungshubschrauber Christoph Nürnberg an die Unfallstelle beordert worden. Doch der Helikopter setzte nicht auf der Wiese neben dem kleinen Waldstück auf, sondern drehte über dem Landeplatz wieder ab. Der Rettungsdienst brachte die beiden schwer verletzten Männer in die Kliniken nach Amberg und Weiden. der mittelschwer verletzte Mann kam zur Behandlung ins St.-Anna-Krankenhaus nach Sulzbach-Rosenberg. Beim leicht verletzten Fahrer wurde wegen eines positiven Alkoholtest eine Blutentnahme angeordnet.

Neben der deutschen Polizei waren auch die Militärpolizei der US-Streitkräfte und ein Gutachter vor Ort. Der Rettungsdienst war mit Kräften aus Amberg, Sulzbach-Rosenberg, Hirschau sowie Weiden in der Nacht an der Unglücksstelle im Einsatz. Die Straße war zur Bergung bis 6.45 Uhr komplett gesperrt. Die Staatsanwaltschaft Amberg ordnete an, dass ein Unfallsachverständiger den Hergang rekonstruieren soll.

An fast genau gleicher Stelle war im August vergangenen Jahres eine 29-Jährige tödlich verunglückt. Sie war damals von der Straße abgekommen und gegen mehrere Bäume geprallt, ihr Fahrzeug fing Feuer und brannte komplett aus.
2 Kommentare
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Gilluly Elizabeth aus Weiden in der Oberpfalz | 18.03.2017 | 12:28  
Uli Piehler aus Amberg in der Oberpfalz | 20.03.2017 | 12:56  
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