Strobel-Quarzsandwerke machen mit selbst ausgebildeten Mitarbeitern gute Erfahrungen
Grundstock für engagiertes Personal

Wirtschaft
Freihung
11.09.2017
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Im Jahre 1876 wurde der Grundstein für den Beginn einer Produktion von Industriesanden in Freihung gelegt. Damals schloss der Gründer der Strobel-Quarzsandwerke einen Abbauvertrag mit der Königlich Bayerischen Forstverwaltung. Lieselotte und Günter Forster führen seit 1994 die Firma bereits in der vierten Generation. Heute sind dort etwa 70 qualifizierte Mitarbeiter beschäftigt.

Wie sich die Firma entwickelt hat, sieht man auf den ersten Blick von außen nicht. Deshalb besuchte Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl (SPD) das Unternehmen. Er brachte Kreisrat Armin Rüger, Ortsvorsitzenden Wolfgang Schäpe und seine Radlerfreunde mit. Geführt wurde die Gruppe von Geschäftsführer Günter Forster, Produktionsleiter Benjamin Forster und Betriebsleiter Hans Kick.

"Sand ist Sand" möchte man eigentlich meinen. Dies ist aber beileibe nicht so. Heute werden in der industriellen Produktion viele Anforderungen hinsichtlich der Größe und der Eigenschaften des Sandes gestellt. Besonders waren die Besucher von Sieben beeindruckt, bei denen verwundert, dass da überhaupt noch Sand durchrutscht. Die gesamten Produktionsanlagen werden von der eigenen Verfahrensentwicklung im hauseigenen Technikum ausgearbeitet und geplant. Die Auswahl von Komponenten sowie die Konstruktion erfolgt durch ein Team von Anlagenplanern.

Die mechanischen Werkstätten ermöglichten es in Kombination mit der Fremdvergabe von kompletten Gewerken, schnell auf Kundenwünsche durch Umbau- und Optimierungsmaßnahmen zu reagieren, sagte Günter Forster. "Die Erfahrung zeigt, dass der Grundstock für engagiertes Personal die im eigenen Hause ausgebildeten Mitarbeiter sind", betonte der Geschäftsführer. Sie hätten die Tätigkeiten und Abläufe direkt in der Firma gelernt und seien somit bestens auf die Arbeit vorbereitet. Momentan suche man Auszubildende in den Berufen Elektroniker und Konstruktionsmechaniker.

Beim Abbau von Rohstoffen nutze die Firma nur für kurze Zeit die Landschaft. "Die Kombination von Rekultivierung und Renaturierung hat in den einstigen Gruben neben forst- und landwirtschaftlichen Nutzflächen ganz gezielt neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst", erklärte Benjamin Forster. Verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen und dabei die lebenswerte Zukunft der Folgegenerationen im Auge zu behalten, gehöre zu den Aufgaben als Betrieb der Rohstoffbranche.
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