29.01.2017 - 23:04 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Erstes Skispringen nach 50 Jahren in Freudenberg Die Adler fliegen wieder!

Freudenberg. (gri) Die Freudenberger Adler fliegen wieder! 50 Jahre nach dem Abriss der historischen hölzernen Schanze hoben die Skispringer am Johannisberg wieder ab. Wie in Innsbruck segelten die mutigen Mannen ins Tal. Am Berg Isel haben sie den Friedhof im Blick - in Freudenberg die Brauerei.

von Autor (gri)Profil

"Es war mein Kindheitstraum", sagte Helmut Piehler. Zusammen mit seinen Mannschaftskameraden von den Alten Herren des SV Freudenberg und des SV Kemnath am Buchberg zimmerte er in der vergangenen Woche einen mobilen Schanzentisch, der sich bei bestem Hochwinterwetter perfekt in den Steilhang bei der Schmie-Alm einfügte. Von hier aus bot sich Springern und Schaulustigen ein fernsehreifes Panorama hoch über Freudenberg und Wutschdorf.

Per Mundpropaganda sprach sich der Wettkampf herum und siehe da: Zum Start hatten sich rund 200 Schaulustige auf der Alm eingefunden. Parallel lief der Skilift, so dass sich zahlreiche Zaungäste von der Piste an der Schanze einfanden. Der Anlauf war 28 Meter lang. "Wir orientierten uns dabei an der Länge des Freudenberger Kirwabaumes", sagte Wertungsrichter Manfred Burkhardt. Als kritischer Punkt wurde eine Sprungweite von zehn Metern ausgemacht.

Zunächst trauten sich vier Männer an den Start: Helmut Piehler (Schleißdorf), Ludwig Schatz, Andreas Peter und Reinhard Peter (alle drei aus Kemnath am Buchberg). Spontan reihte sich noch Wolfgang Gerl (Wutschdorf) in die Springer-Riege ein. Ein Riesen-Applaus, Live-Musik und ein Anheizer am Mikrofon begleitete dann das Finale.

Wolfgang Gerl legte eine Weite von 6.90 Metern vor. Von 20 möglichen Punkten für die Haltung billigte ihm die Jury 18 zu. Es folgten Reinhard Peter mit 7 Metern (Haltung: 18) und Ludwig Schatz (7,30 Meter; 18,5). Andreas Peter segelte noch etwas weiter. 7,70 Meter ermittelten die Wertungsrichter und eine Haltungsnote von 19. Zum "Adler von Freudenberg" avancierte am Ende jedoch Helmut Piehler mit 8,0 Metern und einer Note von 19,5.

Damit stand der Sieger der ersten Skisprungwettbewerbe in Freudenberg 50 Jahre nach dem Abriss der alten Schanze im Jahr 1967 fest. Rund um die Schmie-Alm herrschte Festbetrieb. Musikant Gerhard Köbler holte bis zum Sonnenuntergang alle möglichen Schlager und Wirtshauslieder aus seiner Quetschn heraus. Und natürlich musste der Wettbewerb bis in den späten Abend hinein ausgiebig gefeiert werden.

Die Wertung im Überblick



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