Exkursion zum Urgestein
Als der Johannisberg bebte

An der Böschung Richtung Stauberhof machte Dr. Angela Wirsing (rechts) den ersten Fund: Gneis, der älter ist als Granit. Bilder: gri (2)
Freizeit
Freudenberg
19.03.2017
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(gri) "Hier hat es schon mal ganz schön gerumpelt", sagte Geologin Dr. Angela Wirsing am Stauberberg. Mit "rumpeln" meinte sie, dass die Erde gebebt hat - ordentlich, und nicht nur einmal. Vor 120 Millionen Jahren rüttelten zwei gegeneinanderdrückende Kontinente die Oberpfalz immer wieder mal durch. Zeugnisse davon finden sich rund um Freudenberg und Wutschdorf an fest jedem Feldrain.

Bei einer Exkursion zum Freudenberger Urgestein erklärte die Wissenschaftlerin, wie die Gneise und Granite entstanden, die als Feldsteine zwischen Rotbühl und Johannisberg überall herumliegen. Einige dieser Brocken sind laut Dr. Wirsing bis zu 500 Millionen Jahre alt. Trotz Nieselregens fanden sich auf Einladung des Heimat- und Kulturvereins elf Interessierte ein, die sich mit auf den Weg machten.

Wer wusste schon, dass der Johannisberg einmal ein stattlicher 3000er war? Als sich das Saxothuringikum und das Moldanubikum zusammenschoben, bildete sich das Variszische Gebirge - ein riesiger Gebirgszug, der sich quer über Europa erstreckte. Der Johannisberg war einer seiner Gipfel.

Von den verschiedenen Gesteinsarten nahm der Vorstand jeweils ein paar kleinere Stücke als Anschauungsobjekte mit. Sie sollen für ein weiteres heimatkundliches Projekt verwendet werden.
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