28.08.2017 - 17:00 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Ägidiuskirwa in Aschach Lieseln gehen von Mund zu Mund

Die Ägidi-Kirwa ist aus dem Aschacher Dorfgeschehen nicht mehr wegzudenken. Zahlreiche Gäste aus nah und fern feierten mit.

24 Kirwapaare sorgten bei der Ägidiuskiwa in Aschach für Stimmung. Bild: sche
von Alfred SchornerProfil

Aschach. Die Mitglieder des Katholischen Burschenvereins Aschach als Ausrichter hatten im Vorfeld unter Leitung des Vorsitzenden Fabian Pemp ganze Arbeit geleistet.

Jeder Bursch, der mitmachen wollte, musste sich ein schmuckes Kirwamoidl suchen. Auch galt es, einen Baum ausfindig zu machen. Dieses Kirwawahrzeichen mit einer Länge von 34 Metern stiftete Altkirwabursch Wolfgang Schäffer.

Bevor der Baum am Samstag mit Muskelkraft in die Senkrechte gebracht wurde, putzten ihn Stefan Schäffer und Norbert Weiß heraus. Die Moidln banden die Kränze und Girlanden dafür. Das Kommando beim Baumaufstellen hatte wieder Andreas Schäffer inne. Die männlichen Bewohner des Dorfes, jung wie alt, legten dabei mit Hand an, musikalisch begleitet von den Aschacher Musikanten. Zum Kirwaauftakt spielte am Samstagabend die Band Sappralot.

Der Sonntagmorgen begann für die 24 Paare mit einem Festgottesdienst in der Ägidiuskirche, den Pfarrer Eduard Kroher und Studiendirektor i. R. Albert Schlaffer zelebrierten. Kroher erinnerte an die Weihe der Aschacher Kirche im Jahre 1755, den Ursprung der heutigen weltlichen Kirwa. Die Triebfeder der Menschen damals sei gewesen, die baufällige Vorgängerkirche durch einen Neubau zu ersetzen, um weiterhin ein Gebäude zu haben, das den Weg zu Gott weißt und Orientierung für das Leben gibt. Viele Opfer seien in den vergangenen Jahrhunderten erbracht worden, um die Kirche zu erhalten und mit Leben zu erfüllen.

Zum Baumaustanzen am frühen Nachmittag erwartete eine große Schar von Schaulustigen die Kirwapaare. Die Burschen mit ihren blumen- und bändergeschmückten Hüten auf den Köpfen stimmten Schnodahüpfln zu den Klängen der Aschacher Musikgruppen an, die mit Gerstensaft gefüllten Kirwalieseln machten die Runde. Die Sitzplätze auch außerhalb des Festzeltes, in dem das Buchbergecho die musikalische Unterhaltung übernahm, waren aufgrund des schönen Wetters sehr begehrt, hatte man doch von dort aus einen schönen Fernblick.

Nach einer kurzen Nacht wurde am Morgen des Kirchweihmontags dem Bären das Fell übergezogen. Das Untier machte sich dann mit seinem Gefolge auf den Weg, um im Ort sein Unwesen zu treiben. Dabei bekam so mancher Passant sein Fett, sprich ein rußgeschwärztes Gesicht, ab. Am Abend läutete die Band Grögötz Weißbir den Endspurt der turbulenten Kirwatage ein.

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