22.03.2018 - 10:44 Uhr
Freudenberg

Freunde der Glyptothek übernehmen Berliner Projekt Etsdorf lässt Europa leuchten

Etsdorf ist nicht Brüssel. Aber eine Hochburg des Europagedankens im Landkreis Amberg-Sulzbach ist das Dorf allemal. Bald wird das auch nachts deutlich sichtbar sein.

Etsdorf ist ein Leuchtturm in Sachen Europa. Jetzt nicht mehr nur im übertragenen Sinne, sondern auch tatsächlich: Zum Europatag am Mittwoch, 9. Mai, lassen die Freunde der Glyptothek den zwölf Meter breiten Schriftzug Europa am Giebel des Tempelmuseums in Etsdorf leuchten. Bild: ra
von Uli Piehler Kontakt Profil

Etsdorf. (ra/upl) Zum Europatag am Mittwoch, 9. Mai (Vorabend von Christi Himmelfahrt), lassen die Freunde der Glyptothek den zwölf Meter breiten Schriftzug Europa am Giebel des Tempelmuseums in Etsdorf leuchten. Das beschloss der Verein bei seiner Jahreshauptversammlung im Gasthof zum Steinköppl. Die Amberger Firma Baumann ermöglicht den Kauf der Leuchten durch eine Spende.

Der Schriftzug leuchtete bisher in Berlin. "Es handelt sich um ein Projekt von befreundeten Berliner Architekten", erklärt Vereinsvorsitzender Wilhelm Koch. Die Glyptothek-Stiftung hatte die Installation in der Hauptstadt vor ein paar Jahren unterstützt, indem sie symbolisch die Patenschaft für eine Leuchte übernahm. "Nun dürfen wir in Kooperation die Idee und den Entwurf übernehmen."

Der Verein will damit ein deutlich sichtbares politisches Zeichen setzen. "Lange Zeit wurde das europäische Projekt für eine selbstverständliche Entwicklung gehalten, die überwiegend Vorteile für alle Beteiligten generierte. Die Abfolge von schweren Krisen, die den Kontinent seit einer Dekade bewegen, bringt dieses Projekt erstmals in ernste Gefahr", erklärt Koch. "Die gut sichtbare Installation soll als Zeichen und Statement im öffentlichen Raum wirken. Europa steht für die gemeinsamen Werte der Europäischen Gemeinschaft, für eine freie Gesellschaft und friedliches Zusammenleben, mithin für all die Errungenschaften, die oft nur unbewusst oder als selbstverständlich wahrgenommen werden."

An die Aktivitäten im vergangenen Jahr erinnerte Schriftführer Thomas Rambach bei der Haupversammlung. Insbesondere der Unterhaltungsabend mit dem Musikkabarettisten Helmut A. Binser, die Sonderausstellung "Übergang" des Düsseldorfer Fotografen Josef Schulz sowie das Asphaltkapellenfest mit Segnung der zwei neuen Künstlerkreuze fanden großen Anklang bei der Bevölkerung. Außerdem wurde die Konzertreihe "1:12 - Solo für Zwölf" in der Asphaltkapelle fortgesetzt. Schatzmeister Rudolf Preitschaft gab einen Überblick über die Kassenlage des Vereins. Einen Ausblick auf 2018 gab Vorsitzender Wilhelm Koch. Das Asphaltkapellenfest mit Segnung des neuen Künstlerkreuzes ist diesmal für Sonntag, 6. Mai, angesetzt. An diesem Tag wird auch die neue Sonderausstellung im Tempelmuseum eröffnet. Ein weiterer Höhepunkt wird der 5. Tempel-Marathon sein, der am Mittwoch, 3. Oktober, stattfindet.

Der Vorstand

Bei der Neuwahl im Glyptothek-Verein kandidierten alle Vorstandsmitglieder erneut für ihre Ämter - und wurden von den anwesenden Mitgliedern auch alle einstimmig bestätigt. Damit bleibt die Führungsriege für die nächsten vier Jahre unverändert:

1. Vorsitzender: Wilhelm Koch

2. Vorsitzender: Markus Haller

3. Vorsitzender:Ioannis Rafailidis

4. Vorsitzender: Alfred Schwarz

Schatzmeister:Rudolf Preitschaft

Schriftführer: Thomas Rambach

Kassenprüfer: Uli Piehler und Franz Schindler . (ra)

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