06.06.2017 - 16:20 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Jugend lässt altes Brauchtum auflebene Den Pfingstlümmel durch Aschach gefahren

Aschach. Man musste schon genau hinhören, um den Spruch im oberpfälzischen Dialekt zu verstehen. 20 Mädchen und Jungen haben ihn am Pfingstmontag beim Pfingslümmelfahren in Aschach aufgesagt.

Die Pfingstlümmelfahrer von Aschach wollen nicht nur Spaß haben, sie lassen auch altes Brauchtum aufleben und helfen dabei anderen Kindern und Jugendlichen. Die alte und selten gewordene Oberpfälzer Tradition zu Pfingsten geht zurück auf vorchristliche Zeiten - ursprünglich ein Ritual, bei dem die Befruchtung der Erde nach dem Winter gefeiert wurde. Bild: sche
von Alfred SchornerProfil

Den Zug mit dem Vierergespann führten die beiden Bauern und Organisatoren Jonas Weiß und Felix Schäffer an, begleitet von den Oia- und Schmolzkörbel-Trägern. Wehe, es wollte jemand wissen, wer der Pfingstlümmel im Sack war! Der bekam dessen Kochlöffel zu spüren. Die Jungen und Mädchen ließen mit viel Freude dieses Brauchtum aufleben - und wurden von den Besuchten auch belohnt. Während sie Süßigkeiten und "Oia" unter sich aufteilten, wollen sie einen Teil ihrer Einnahmen dem Förderverein Klinik für Kinder & Jugendliche am Klinikum St. Marien Amberg spenden.Pfingstlümmel, o'gstorm bist heit Nacht im Bett dafroan, wars'd öiha aafgstandn, wars'd as niad woan. Da Bauer hod drei Knecht. Da oine is da Pater Langsam, geit am Bon und kiat's Droi zam. Da ander is da Kochlöffelstiel, wo man hischickt, frisst er und saft er recht vül. Da dritte ist da Mistgrall, geit in Stoll und putzt seine Gaal. Baire, gebt's uns koi rode Kouh, denn wia ham koan Stoll dazou. Gebt's uns löiba Oia und a Schmolz, im Namen des Fuchses, des Hases und des ... (hier folgt der Name der besuchten Familie).

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