Freudenberger SPD-Ortsverein steckt seine Ziele ab
Mehr Bauplätze, weniger Leerstand

Politik
Freudenberg
12.01.2017
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Bei einer Mitgliederversammlung ließen die Mitglieder der Freudenberger SPD das Jahr 2016 Revue passieren. Vorsitzender Andreas Koch bezeichnete dabei das Wahlprogramm von 2014 als wichtige Richtschnur.

Wenn der Bäcker, der Metzger oder die Gaststätte zumache, kein ärztlicher Nachfolger da sei, wenn die Gefahr einer Schulschließung drohe und es keine Bauplätze gebe, dafür aber leerstehende Häuser, dann zögen nur noch wenige in die Dörfer. Gingen die Bevölkerungszahlen zurück, müssten weniger Bürger mehr zahlen für Wasser, Kanal oder Straßen und Gehsteige.

Die SPD wolle hier gegensteuern. Koch bezeichnete die Erfolge dabei als gut bis befriedigend, manchmal aber auch als mangelhaft. Als erfolgreich sehen die SPD-Gemeinderäte ihr Vorgehen bezüglich der Schaffung von neuen Baugebieten. Hier bestehe eine große Nachfrage, stellte Gerhard Dotzler fest. Es seien sogar schon junge Menschen mangels Bauplatz weggezogen.

"Nur aufgeschoben"

Auch in der Gemeinde Freudenberg werde es künftig verstärkt ein Problem mit leerstehenden Häusern geben. Die SPD habe deshalb ein entsprechendes Programm initiiert. Gefördert werden sollten Bauten, die älter als 50 Jahre sind, mit zehn Prozent Zuschuss auf die Höhe der nachgewiesenen Kosten, höchstens aber 8000 Euro. Die Freien Wähler hätten den Antrag unterstützt, die CSU habe ihn als "zwar gut gemeint, aber nicht durchführbar" eingestuft. Dotzler war sich sicher: "Unser Antrag wurde zwar abgelehnt, wird aber so oder in ähnlicher Form wieder auf der Tagesordnung erscheinen, weil das Problem des Dorfsterbens hiermit nur aufgeschoben worden ist."

Heuer Baubeginn

Erfreuliches konnte Dotzler über den langersehnten Ausbau der Kreisstraße AS 18 zwischen Lintach und Pursruck berichten. Das Ende des jämmerlichen Zustands der Trasse sei nun abzusehen. 2017 sei Baubeginn, im Sommer 2018 solle die Maßnahme abgeschlossen sein. Die Straße werde sechs Meter breit. Ein begleitender Radweg sei nicht geplant, stattdessen auf einen Rad- und Feldweg über Schwand nach Lintach verwiesen worden. Die Brücke vor Pursruck müsse verlegt werden.

Weiteres Thema war der Ausbau der Staatsstraße zwischen Lintach und Raigering. "Dieses Projekt ist ein großes Anliegen der Freudenberger SPD", sagte Dotzler. Die Bürger dürften hier nicht dem Landkreis die Schuld für Verzögerungen geben, sondern der bayerischen Staatsregierung. Diese hat die Straße in der Prioritätenliste herabgestuft "und lässt uns auf dem Land wieder, wie so oft, in Stich".

Wie Kreisvorsitzender Uwe Bergmann lobte, habe Freudenberg einen sehr aktiven SPD-Ortsverein. Im Hinblick auf die Bundestagswahl meinte er, dass man das politische Feld nicht den Rechten überlassen dürfe.
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