30.01.2017 - 20:00 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Neujahrsempfang der Gemeinde Freudenberg Vertrauen der Menschen in Wirtschaft und Regierende herstellen

Dankbar zeigte sich der Freudenberger Bürgermeister Alwin Märkl bei seiner Neujahrsrede, dass es in seiner Gemeinde ein ehrliches, vertrauensvolles Miteinander aller beteiligten Kräfte gibt. Und stolz sei er, was Unternehmen und Verwaltung im vergangenen Jahr zum Wohl der Bürger erreicht haben.

Auf regen Zuspruch stieß der Neujahrsempfang der Gemeinde Freudenberg, der in der Aula der Grund- und Mittelschule stattfand. Bilder: sche (2)
von Alfred SchornerProfil

Zum Auftakt durften Märkl und seine beiden Stellvertreter Franz Weiß und Benno Schißlbauer die Neujahrswünsche der Vertreter aus Politik und Wirtschaft, aus Kirchen, Vereinen und Verbänden entgegennehmen. Musikalisch und gesanglich umrahmt wurde die Veranstaltung in der Aula der Grund- und Mittelschule Freudenberg von der Gruppe Kunstklänge, die aus Jugendlichen aus Freudenberg, Kümmersbruck, dem Birgland und Etzelwang besteht.

Kleine Provokation

Nach einem Exkurs in die weltpolitische Lage - es sollte kein Aufruf zum Retten des Abendlandes sein, wie er sagte - widmete sich der Bürgermeister den gemeindlichen Themen. Als Einleitung diente ihm eine kleine Provokation: "Wo Politik ist oder Ökonomie, da ist keine Moral", zitierte er den Kulturphilosophen Friedrich von Schlegel. Diese Auffassung habe über 200 Jahre später wieder Konjunktur. Nicht wenige Menschen in Deutschland blicken laut Märkl voller Misstrauen auf die wirtschaftlichen und politischen Eliten dieses Landes und fühlen sich von ihren demokratischen Repräsentanten nicht mehr richtig vertreten.

"Wir müssen uns immer wieder klar machen: Die Wirtschaft hat den Menschen zu dienen - und nicht etwa umgekehrt. Dazu braucht sie ausreichend Beinfreiheit und eine Regulierung mit Augenmaß." Je freier die Wirtschaft sei, umso sozialer sei sie auch, knüpfte der Bürgermeister an Ludwig Erhard an, den "Vater des Wirtschaftswunders". In der Gemeinde Freudenberg nehme man das Gebot der sozialen Marktwirtschaft ernst, es bestehe eine gute, solide Balance. Kleine und mittlere Familienunternehmen seien zum großen Teil seit mehreren Generationen in der Region verwurzelt, verdeutlichte der Redner. Starke Unternehmen seien das Rückgrat, brächten Menschen in Lohn und Brot und sicherten die Kaufkraft.

"Um fit für die Zukunft zu sein, müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie wir auf lange Sicht eine anziehungskräftige und lebenswerte Gemeinde gerade für die jüngere Generation bleiben", sagte Märkl. Wohnen sei und müsse bezahlbar bleiben. Dafür werde sich die Gemeinde auch in Zukunft stark machen, versprach er. Gleiches gelte für die vorschulische Betreuung und Förderung. Junge Familien fänden hier gute Bedingungen für die Unterbringung ihres Nachwuchses. Die Betreuungsplätze in zwei Kindergärten und einer Krippe unterstützten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Große Herausforderung

Die Zuwanderung ist laut Bürgermeister für die gesamte Gesellschaft eine große Herausforderung. Die Gemeinde Freudenberg stelle sich mit der Sanierung des alten Forsthauses der Verantwortung der Integration und schaffe neue Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge. Die Unwägbarkeiten angesichts der angespannten und fragilen politischen Weltlage dürften nicht davon abhalten, mit vereinten Kräften und mit Zuversicht für die Gemeinde zu arbeiten und diese weiter voranzubringen, im Schulterschluss und zum Wohle der Bürgerschaft, sagte der Bürgermeister abschließend.

Um fit für die Zukunft zu sein, müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie wir auf lange Sicht eine anziehungskräftige und lebenswerte Gemeinde gerade für die jüngere Generation bleiben.Bürgermeister Alwin Märkl
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