Sitzung des Freudenberger Gemeinderats
Bei Wildunfällen Spitzenreiter im Landkreis

Politik
Freudenberg
19.04.2017
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In der Gemeinde Freudenberg lässt es sich nicht nur in schöner Umgebung gut leben, sondern hier kann man sich auch sicher fühlen. Diese Erkenntnis der Kriminalstatistik 2016 brachte Bürgermeister Alwin Märkl dem Gemeinderat bei einer Sitzung näher.

(sche) Freudenberg gehört zu den sichersten Kommunen im Landkreis Amberg-Sulzbach. Wirft man einen Blick auf einzelne Bereiche, fällt zwar eine Steigerung der Gesamtzahl der Straftaten (41) gegenüber dem Vorjahr (33) auf, insbesondere hinsichtlich der Sachbeschädigung. Trotzdem verbleibt die Zahl der Delikte auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Die Aufklärungsquote liegt bei 51,2 Prozent. Nach dem Höchststand 2015 sind die Unfallzahlen in allen Bereichen wieder rückläufig. Unter den Kleinunfällen (119) ist nach wie vor der relative hohe Anteil an Unglücken mit Wildbeteiligung (102) auffällig: Freudenberg hat gar die mit Abstand höchste Zahl an Wildunfällen im gesamten Landkreis zu verzeichnen. Als erfreulich wurde vermeldet, dass es keine Schulwegunfälle gegeben hat.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Hainstetten-Weiher wurde festgestellt, dass ein Teilstück der Strecke Eigentum der Gemeinde Freudenberg ist. Nachdem dieser Abschnitt bereits einmal von Hirschau ausgebaut und unterhalten worden war, beschloss das Gremium eine Eigentumsübertragung an die Nachbarstadt.

Kämmerer Richard Zweck legte dem Gemeinderat eine Aufstellung der über- und außerplanmäßigen Ausgaben von 2016 vor. Weil diese durch Ausgabeeinsparungen oder Mehreinnahmen gedeckt sind, wurden sie einstimmig genehmigt. Die Jahresrechnung 2016 schließt im Verwaltungshaushalt mit 7 014 770 Euro und im Vermögenshaushalt mit 5 505 911 Euro. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt 1 338 228 Euro und liegt somit um 400 753 Euro über dem Planansatz. Die Pro-Kopf-Verschuldung ergibt bei 4210 Einwohnern zum 31. Dezember 2016 1267 Euro.

Die Feuerwehr Bühl plant, am Gerätehaus einen öffentlichen Defibrillator zu installieren und bat um einen Zuschuss für diese Anschaffung. Der Gemeinderat erachtete die Maßnahme als anerkennenswert, wies aber darauf hin, dass eine Bezuschussung nach den kommunalen Richtlinien nicht möglich sei. In Aussicht gestellt werden könne nur eine Bezuschussung von zehn Prozent ab einer Investition von 5000 Euro - das Gerät kostet aber nur 2349 Euro.

Für die Bundestagswahl wurden Bürgermeister Alwin Märkl zum Gemeindewahlleiter und 2. Bürgermeister Franz Weiß zu dessen Stellvertreter bestellt. Die Wahlhelferentschädigung wurde auf 30 Euro festgesetzt. Neben zwei Briefwahlbezirken werden die bisherigen Stimmbezirke in den Gemeindeteilen beibehalten. Nach erfolgreicher Teilnahme am Grundseminar für Standesbeamte bestellte das Gremium Verwaltungsfachwirt Christian Kätzlmeier zum Standesbeamten für Freudenberg.
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