16.02.2018 - 11:56 Uhr
Freudenberg

Bär mopst Feuerwehr-Freundschaftsgabe Die Etsdorfer Goaß is weg

Es war ein Geschenk. Von Etsdorf an Etsdorf. Zwei Gemeinden mit demselben Namen, eine in Österreich, die andere in der Oberpfalz. Ihre beiden Feuerwehren verbindet eine langjährige Freundschaft. Die jetzt mit einer geschenkten Ziege gefeiert wurde. Doch dann kam ein Bär dazwischen.

Um sie geht es - die Etsdorfer Weinbergziege. Sie ist das Wahrzeichen der Gemeinde Etsdorf in Österreich und sollte, als hüfthohe Nachbildung (Bild) jetzt eigentlich ein Freundschafts-Geschenk für die Feuerwehr im Oberpfälzischen Etsdorf sein. Bilder: Feuerwehr Etsdorf/exb (3)
von Heike Unger Kontakt Profil

Etsdorf. Die Oberpfälzer, seit über 30 Jahren freundschaftlich mit den österreichischen Feuerwehr-Kollegen im Bezirk Krems verbandelt, hatten schon länger ein Auge auf die Ziege geworfen, wie ihr Feuerwehr-Kommandant Dominik Baumer sagt: Die "Weinberggoaß" ist das Wahrzeichen der Gemeinde Etsdorf im Bezirk Krems, einer Weingegend.

In dem Ort gibt es eine idyllische Weinkellergasse, an deren Ende eine Ziegenskulptur steht. Und weil die den Oberpfälzern schon immer so gut gefallen hat, sollten sie jetzt, bei einem Faschings-Besuch bei den Österreichischen Freunden, eine eigene Weinberggoaß bekommen.

Vom Bären gemopst

Wolfgang Lehmerhofer, ehemaliger Kommandant der Österreichischen Wehr und ein gelernter Polsterermeister, hatte eine hüfthohe Spezial-Version aus Stoff gefertigt. Die fuhr zuerst auf einem Wagen im Faschingszug der Österreicher mit und sollte danach im Wirtshaus den Oberpfälzern als Geschenk übergeben werden. Doch dann war sie plötzlich weg - verschwunden im Trubel des närrischen Treibens. Schnell machte das Gerücht von einem Bären die Runde, der das Geschenk gemopst habe.

Eine Entführung

Natürlich war die Enttäuschung in beiden Etsdorfs groß: Eine Fahndung per Facebook wurde gestartet. Und tatsächlich - es gab einen Hinweis: "Die entführte Goaß stand in Begleitung eines stark betrunkenen Bären bei uns vor der Tür", meldete ein Nutzer auf der Internet-Plattform.

Die Spur führt ins wenige Kilometer entfernte Hadersdorf. Und scheint jetzt auf etwas hinauszulaufen, was den kirwaerprobten Oberpfälzern nicht ganz fremd ist: Dominik Baumer deutet an, dass wohl schon wegen einer Auslöse der Goaß verhandelt wird: "Ich hoffe, dass das ein Happy End nimmt." Ob die in österreichischem Wein oder Oberpfälzer Bier beglichen wird, oder auch "fifty-fifty", wie Baumer sagt, steht noch nicht fest.

Aber zumindest scheinen die Chancen gut zu stehen, dass die Ziege doch noch ihren Weg nach Etsdorf im Landkreis Amberg-Sulzbach antritt. Auf jeden Fall ist dort in den Räumen der Feuerwehr schon ein Plätzchen reserviert für die Weinberggoaß. Neben etlichen weiteren Freundschaft-Gaben. Die dokumentieren eine inzwischen jahrzehntelange enge Feuerwehr-Verbundung, die einst der damalige AS-Etsdorfer Kommandant Hans Kurz ins Leben gerufen hatte.

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