Blick ins Fotoarchiv der Amberger Zeitung
Keiner springt weiter als Erich Ehmer

Ab geht es ins Tal: Im Februar 1954 wurde die Freudenberger Skisprungschanze eröffnet. 1967 musste sie jedoch wegen statischer Mängel wieder abgerissen werden. Bild: AZ-Archiv
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Freudenberg
20.02.2018
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Jedes Wochenende sieht man sie wieder: die kilometerlangen Staus auf den Autobahnen in Richtung Österreich. Ob Niederländer, Norddeutsche oder die Oberpfälzer - alle wollen sie zum Skifahren ins Nachbarland. Was gibt es auch sonst Schöneres, als im Februar dem Wintersport zu frönen?

Auch in den 1950er-Jahren hat man hier in der Oberpfalz die weiße Pracht genossen. Am 1. Februar 1954 eröffnete die Skivereinigung Amberg eine Sprungschanze in Freudenberg. Mit dem 13,6 Meter hohen Turm war sie damals eine der größten und modernsten in ganz Nordbayern. Bereits einige Monate nach der Eröffnung begannen die Arbeiten zum Ausbau der Schanze. Der Tisch wuchs um einen halben Meter, der Turm um einen ganzen. Danach erreichten die "Adler" Weiten von mehr als 30 Metern. In diesen Tagen jährt sich auch der Schanzenrekord von Erich Ehmer aus Ammersricht. Am 16. Februar 1960 segelte der mutige Springer 33 Meter von der Johannisberg-Schanze hinab. An die Füße geschnallt hatte er damals 2,50 Meter lange Skier, die etwa acht Kilogramm schwer waren. Heute ist das unvorstellbar.

Ehmers Rekord konnte nie eingestellt werden. 1967 musste nämlich die Holzkonstruktion wegen statischer Mängel abgerissen werden. Für eine Instandsetzung der Anlage fehlte damals das Geld.

Es gibt also keine Schanze mehr in Freudenberg - und so müssen die Oberpfälzer Skisprung-Fans auch heute noch nach Bischofshofen, Innsbruck, Obersdorf oder Garmisch-Partenkirchen fahren, wenn sie wagemutige Weltklasse-Skispringer sehen wollen.
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