Bunte Show zum Jahresrückblick in Freudenberg
Mit Herz, Blaulicht und Open-Air

40 Jahre auf der Bühne: Schauspieler Reinhold Escherl erzählte, wie er 1976 Gefallen am Theaterspiel in Freudenberg fand.
Vermischtes
Freudenberg
01.01.2017
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Freud und Leid, Leerstand und pralles Leben, Unwetter und laue Sommernächte - alles kam aufs Tapet bei einer bunten Jahresrückblick-Show im Wutschdorfer Pfarrheim.

Freudenberg. Der Heimat- und Kulturverein hatte am Tag vor Silvester wieder zu einer unterhaltsamen Reise durch die gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres 2016 in Freudenberg und Umgebung eingeladen. Und rund 200 Gäste wollten sich das nicht entgehen lassen.

Neues von Brennpunkten

Sie bekamen nicht nur nach Quartalen geordnete Bilder zu besonderen Ereignissen zu sehen, sondern erfuhren auch, wie es mit den "Brennpunkten des Jahres" weitergeht. Moderator Andreas Hahn begrüßte auf der Bühne Talk-Gäste, die Auskunft gaben über Entwicklungen, die sich 2016 anbahnten. So stand das Thema Bankfilial-Schließungen noch einmal im Fokus, nachdem im Frühjahr Entrüstung über den Abschied der Sparkasse geherrscht hatte.

Raiffeisen-Vorstand Norbert Waldhauser versicherte dem Publikum, dass die Niederlassung der Raiffeisenbank Hirschau in Freudenberg erhalten bleibe. Auch am neuen Nutzungskonzept für das leerstehende Lagerhaus halte das Geldinstitut fest. "Wir werden 2017 für die Planungen nutzen", erklärte Waldhauser. "Wenn alles gutgeht, könnte Mitte oder Ende 2018 der Umbau beginnen." Vor allem eine barrierefreie Arztpraxis hätten die Planer im Blick.

Benno Schißlbauer hatte 2016 mit der Neuauflage des Freudenberger Open Airs für Schlagzeilen gesorgt. Auf die Frage, die alle interessierte, hatte Schißlbauer nur eine vage Antwort parat. "Ob und wann es eine Wiederholung gibt, steht noch nicht fest", erklärte er. Er verwies auf den immensen Aufwand für die Veranstaltung. Es müssten schon viele Faktoren zusammenpassen, um das Projekt erneut anzugehen. "Ohne Unterstützung von vielen freiwilligen Helfern geht das nicht."

Escherl entdeckt Bühne

Zu Gast war auch Reinhold Escherl, der im Sommer sein 40-jähriges Bühnenjubiläum bei der Bauernbühne feierte. Der Schauspieler erzählte, wie er 1976 die Bühne entdeckte. Nicht fehlen durfte Armin Daubenmerkl als Vertreter der First Responder der Feuerwehr. Die Ersthelfer hatten im vergangenen Jahr einen beispiellosen Spenden-Marathon initiiert, damit sie ein Einsatzfahrzeug kaufen konnten. "Wir haben gespürt, dass die Leute unseren Dienst wertschätzen", sagte er. Er verhehlte nicht, dass die Einsätze oft mit starken emotionalen Belastungen verbunden seien. Zum Abschluss gedachten die 200 Gäste im Saal derer aus Freudenberg und Umgebung, die 2016 gestorben sind. Mit dem Lied "Von guten Mächten wunderbar geborgen" legten sie all das, was im neuen Jahr kommen möge, in die Hand Gottes.
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