24.08.2017 - 15:12 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Etsdorfer feiern zünftige Kirwa Mit Karacho in den Dorfweiher

Sie zählt zu den Höhepunkten des Jahres im Ort und wurde heuer zum 25. Mal gefeiert: die Etsdorfer Kirwa. Ausrichter waren wieder die Kirwagemeinschaft und das Gasthaus Zum Steinköppl. Im Mittelpunkt standen aber die 18 Kirwapaare.

Das neue Etsdorfer Oberkirwapaar Veronika Bauer und Lukas Bottek.
von Autor HASProfil

Etsdorf. Bei erfrischenden Temperaturen holten die Burschen den Baum ein. Das stattliche, 33 Meter lange Kirwawahrzeichen wurde am Nachmittag von rund 40 kräftigen Männern in schweißtreibender Arbeit und der Tradition entsprechend mit Goißen in die Höhe gehievt. Die Moidln hatten drei Kränze geflochten und den Wipfel mit weiß-blauen Bändern geschmückt.

Am Abend sorgten die Kirwapaare und die Band Sakrisch trotz kühler Temperaturen für beste Stimmung im gut gefüllten Festzelt. Bald standen alle auf den Tischen, tanzten und sangen zur fetzigen Musik lautstark mit. Ein weiterer Höhepunkt bot sich am Sonntag, als nachmittags die Kirwakids und die 18 Paare den Baum austanzten. Bei herrlichem Sonnenschein erfreuten sich zahlreiche Zuschauer an den Darbietungen. Bei dem unter Leitung von Michael Hierl einstudierten Plattler ließen die Kirwaburschen gekonnt die Haxen fliegen. Als die Kirwapaare ihre selbst gestrickten Gstanzeln sungen, bekam manche Dorfbewohner, aber auch die eine oder andere Nachbargemeinde ihr Fett ab. Die Zuschauer geizten nicht mit Beifall.

Spannend wurde es, als bei einem Walzer das neue Oberkirwapaar ermittelt wurde. Veronika Bauer und Lukas Bottek stellten verblüfft fest, dass es sie getroffen hatte und mussten erst einmal ein paar kräftige Schlucke aus dem Maßkrug nehmen. Mit Musikbegleitung zogen die Paare in das Festzelt ein, wo die Gruppe Nasowas flott aufspielte.

Der Montag begann nach einer nur kurzen Nacht mit einem ausgiebigen Frühstück bei Anita und Manfred Stretz. Solchermaßen gestärkt machten sich die Paare auf zum Kirwabärtreiben. Die Gesänge und lautstarken Juchizer waren weithin zu hören, als die Paare mit dem geschmückten Traktorgespann durchs Dorf zogen. Dabei war auch immer wieder für Stärkung gesorgt, zum Beispiel durch die berühmte Leberknödelsuppe der Familie Kaa. Auch ließen sich die Kirwapaare den alljährlichen Sprung in den Dorfweiher nicht nehmen.

Nachdem sich alle wieder hübsch gemacht hatten, zogen die Paare abends in das erneut gut gefüllte Festzelt ein und gaben nochmals ihre Tänze zum Besten. Für gute Stimmung sorgte die Band Royal. Zu später Stunde verloste das neue Oberkirwapaar attraktive Preise und vor allem den Kirwabaum.

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