25.04.2018 - 14:30 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Hallenfest der Freudenberger Feuerwehr Neues Fahrzeug funkelt in der Sonne

Das Glück ist mit den Tüchtigen: Vielleicht hat die Freudenberger Feuerwehr deshalb so ein schönes Wetter zum Hallenfest. Dabei präsentieren die Ehrenamtlichen stolz ihr neues Fahrzeug.

Otto Achstetter. Bild: upl
von Autor ANHProfil

Gleich mehrfach feierte die Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf am Wochenende. Neben dem 140. Geburtstag der Wehr ließ man auch die schon 40-jährige Partnerschaft mit der Feuerwehr aus Freudenberg am Main (zwischen Würzburg und Frankfurt im fränkischen Nordosten Baden-Württembergs) hochleben. Zudem wurde das neue Mehrzweckfahrzeug gesegnet und Hallenfest gefeiert.

Vorangegangen war der Fahrzeugsegnung eine Messe. Diese zelebrierte Pfarrer Moses Gudapati mit zahlreichen Gläubigen in der vollbesetzen Pfarrkirche St. Martin in Wutschdorf. Für die musikalische Gestaltung sorgte der Kinder- und Jugendchor Herzwärts aus Hirschau - 14 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 20 Jahren mit Johannes Raab an Orgel/Klavier. Vor Ort waren sämtliche Feuerwehren aus dem Gemeindebereich, Feuerwehrleute aus Schnaittenbach und Trisching, die Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl und Harald Schwartz, Bürgermeister Alwin Märkl sowie zahlreiche Gemeinderäte.

"Das neue Mehrzweckfahrzeug ist ein wichtiges Instrument im Einsatzdienst und wird wie sein Vorgänger eine wichtige Funktion für die kommenden Einsätze einnehmen", betonte Kommandant und Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl bei der Fahrzeugsegnung auf dem Kirchplatz. Er blickte zurück auf die Umstände bei Feuerwehreinsätzen vor 140 Jahren: "Waren es damals noch primitive Leder- oder Stoffeimer, mit denen versucht wurde, ein Feuer zu löschen, so sind es in der heutigen Zeit sehr moderne Lösch- und Rettungsgeräte, mit denen eine Feuerwehr zu arbeiten und zu üben hat. Zur damaligen Zeit sprach noch niemand von technischer Hilfeleistung, die jedoch heute nicht mehr wegzudenken ist und den Großteil aller Einsätze einnimmt."

Gleichzeitig erinnerte Daubenmerkl an die langjährige Partnerschaft mit der Feuerwehr aus Freudenberg am Main, deren Mitglieder bereits am Tag zuvor angereist waren und in Amberg übernachtet hatten. Armin Daubenmerkl freute sich, dass zu Kirchenzug, Messe und Hallenfest im Feuerwehrhaus auch Kreisbrandrat Fredi Weiß, Altbürgermeister Norbert Probst, Kreisbrandinspektor Hubert Blödt sowie Kreisbrandmeister Jürgen Ehrnsberger gekommen waren. So feierte die Freudenberger Feuerwehr unter den Klängen von Buchbergecho und Tschucki Tschucki (Nachmittag) bis in die Abendstunden hinein im Feuerwehrhaus.

Die nächste Fahrzeugsegnung steht bei der Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf wohl im Jahr 2020 an. Dann kommt - genauso wie in Hahnbach und Schnaittenbach - ein weiteres neues Fahrzeug hinzu. Dieses löst dann das TLF 16/25 (Baujahr 1986) ab. Hier laufe aktuell die Ausschreibung, informierte Armin Daubenmerkl.

40 Jahre Freundschaft

Er ist der Mann, der den Austausch zwischen der Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf und der Feuerwehr Freudenberg am Main (Main-Tauber-Kreis) vor 40 Jahren ins Leben gerufen hat: Otto Achstetter (82). Bei einem Kameradschaftsabend erzählte er jetzt, was sich im Sommer 1978 zugetragen hat.

Damals feierte die FFW Freudenberg-Wutschdorf ihr 100-jähriges Bestehen. Ein Bekannter Achstetters hatte bei einem Besuch in Amberg ein Plakat von der Veranstaltung hängen sehen und es mit in seinen Heimatort am Main genommen. "Ein paar Tage drauf hatten wir Ausschusssitzung und da habe ich gesagt: Wir haben drei Möglichkeiten. Entweder ich werfe das Plakat weg oder ich schreibe ein paar Zeilen per Brief oder wir fahren hin." Der Ausschuss hat sich für Letzteres entschieden und binnen weniger Tage war ein Bus mit 50 Plätzen voll. Bürgermeister Martin Schwarz habe am Ortsschild auf die Gäste aus Baden-Württemberg gewartet, als der Festgottesdienst am Jakobiplatz schon lief. Der Beginn einer jahrzehntelangen Freundschaft. (upl)

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