05.07.2017 - 20:10 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Hans Hammer feiert Priesterjubiläum Seit 60 Jahren ein Zeuge Jesu

Seit 60 Jahren ist Pfarrer i.R. Hans Hammer Priester. Zu diesem Jubiläum gratulierten die Pfarrei Wutschdorf und die Expositur Etsdorf mit einem Festgottesdienst.

Hans Hammer (Mitte) zelebrierte anlässlich seines Priesterjubiläums mit Pfarrer Norbert Götz (von links), Festprediger Christoph Seidl, Prälat Helmut Huber und Prälat Karl Wohlgut einen Festgottesdienst. Bild: gri
von Autor BASProfil

Unter festlichem Glockengeläut zog der Jubilar mit seinen Mitbrüdern Ortspfarrer Norbert Götz, Festprediger Christoph Seidl und Prälat Helmut Huber aus Regensburg, Prälat Karl Wohlgut aus Grafenwöhr, den Ministranten aus Wutschdorf und Etsdorf sowie den zahlreichen Fahnenabordnungen in die festlich geschmückte Kirche. "Ich freue mich, dass ich heute mit Freunden und Bekannten Gottesdienst feiern darf und ich bin dankbar, dass mich Gott so wunderbar geführt und beschützt hat", sagte Hammer. Pfarrer Norbert Götz dankte ihm für sein priesterliches Wirken: "Du bist von Hirschau aus in die Welt, unter anderem nach Teheran, Istanbul, Oman, Dubai hinausgezogen, und im Jahr 2004 in unsere Pfarrei zurückgekehrt. In der Expositur Etsdorf hast du dann die meisten Gottesdienste im hohen Alter übernommen. Dafür sage ich dir ein herzliches Vergelt's Gott."

Briefe an Freunde

Festprediger Christoph Seidl erinnerte an eine besondere Eigenart des Jubilars - das Verschicken regelmäßiger Briefe, die "die Verbundenheit unter uns Freunden" zeigten. Auf Hammers Einladung stehe: 60 Jahre Zeuge Jesu Christi. Das Evangelium dieses Tages berichte von Johannes dem Täufer, der Zeugnis ablege für den Herrn. "Auch du bist ein Zeuge Jesu. Aber von Gott in Dienst genommen zu werden, macht auch Angst." Auch den Aposteln sei es nicht immer leicht gefallen, Freunde Jesu zu sein. Der Jubilar sei aber auch ein Brief Christi gewesen, der diesen weit in die Welt, in andere Kontinente, gebracht habe.

Prediger Seidl schätzt am Jubilar besonders drei Eigenschaften. Hammer sei immer zum Dialog bereit gewesen. Er habe stets im Meinungsaustausch mit anderen Kulturen, Sitten und Religionen gemeinsam nach der Wahrheit gesucht. Außerdem habe er eine eigene Persönlichkeit durchscheinen lassen, die besage: Die Kirche braucht Menschen und keine Funktionäre.

"Du warst immer für die Menschen da", betonte Seidl. Ferner stecke in Hammers Briefen die Botschaft eines gradlinigen, offenen und charmanten Menschen, der seine Überzeugung vertrete. "Geh, wohin ich dich sende, verkünde, was ich dich heiße, denn ich bin mit dir" war sein Primizspruch. Es sei nicht immer leicht. "Aber das geht, weil Gott gnädig und gut ist. Gott meinte es gut mit dir." Seidl bat den Jubilar: "Sei weiterhin ein Freund, Zeuge und Brief Christi - und sei auch unser Freund."

Ein toleranter Mensch

Der Wutschdorfer Kirchenchor um Leiterin Regina Fibich-Wiesneth und Martin Oberndorfer an der Orgel umrahmten den Gottesdienst mit der Missa "Fidem cantemus" von Christian Matthias Heiß. Danach waren alle zu einem Umtrunk auf dem Kirchplatz eingeladen. Dort hob Bürgermeister Alwin Märkl die vielen Stationen von Hammers seelsorglichen Einsätzen im Ausland und zuletzt in Wutschdorf sowie Etsdorf lobend hervor. Er würdigte ihn als aufrechten, ehrlichen und streitbaren, aber immer toleranten Menschen.

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