01.05.2017 - 15:14 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Hitze lässt Isolierung am gegenüberliegenden Gasthof abschmelzen Großbrand in Paulsdorf

"Das war das große Glück, dass wir gleich genug Löschwasser hatten, um einen Widerstandsriegel gegen die enorme Hitze aufzubauen." Kreisbrandinspektor Hubert Blödt stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, als die Feuerwehr den Brand in Paulsdorf unter Kontrolle gebracht hatte.

von Markus Müller Kontakt Profil

Paulsdorf. Es war eine zweistöckige Scheune, deren Brand am Montag gegen 12.45 Uhr gemeldet wurde. Ein Gebäude mit einigen wenigen Steinmauern, aber zum größten Teil aus Holz. Drinnen lagerten nach Auskunft der Polizei Amberg vor allem Holz, Stroh und einige landwirtschaftliche Geräte.

Das Feuer, dessen Ursache noch völlig unklar ist, entwickelte eine derartige Hitze, dass sogar Teile des Gasthofes Aschenbrenner, der dem Gebäude auf der anderen Straßenseite gegenüberliegt, in Mitleidenschaft gezogen wurden. Teile der Fassadenisolierung auf der Giebelseite schälten sich aufgrund der hohen Temperaturen ab. Laut dem Freudenberger Bürgermeister Alwin Märkl wurden in einigen Zimmern des Gasthofs bei geschlossenen Fenstern an den Scheiben Werte um die 70 Grad gemessen. Auch an dem Wohnhaus, zu dem die Scheune gehört, zersprangen Fenster und es trug Rußschäden davon.

Wie vor Ort zu erfahren war, erlitt eine Person einen Schock. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt, als ihm ein vorbeikommendes Auto über den Fuß fuhr. Die Staatsstraße durch Paulsdorf ist derzeit noch gesperrt. Im Laufe des Nachmittags soll ein Bagger des benachbarten Bauunternehmens Pichl anrücken, um den Dachstuhl der abgebrannten Scheune nach innen umzudrücken. Feuerwehr, BRK und THW waren mit rund 140 Einsatzkräften vor Ort.

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