28.03.2018 - 14:50 Uhr
Freudenberg

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Aschach Glutnester im Grüncontainer

Der Feuerwehr Aschach wird 2017 ein einsatzreiches Jahr beschert. Mitunter hat das seinen Grund in der Unachtsamkeit und Fahrlässigkeit der Bürger, wie Kommandant Norbert Hiller bei der Hauptversammlung feststellt.

Gerätewart Matthias Schwedt und Kommandant Norbert Hiller (von links) freuen sich, dass sie bei voll gelaufenen Kellern nun einen vom Verein finanzierten Wassersauger zum Einsatz bringen können. Bild: sche
von Alfred SchornerProfil

Aschach. Der Zusammenkunft vorausgegangen war ein Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder, den Pfarrer Eduard Kroher zelebrierte. Vorsitzender Klaus Püschl zog Bilanz über das abgelaufene Vereinsjahr. Die Feuerwehr zählt demnach 198 Mitglieder. Gesellschaftliche Höhepunkte waren das Dorffest, der Kameradschaftsabend, die Dorfweihnacht und die Christbaumversteigerung gemeinsam mit dem Burschenverein.

Wert: rund 2000 Euro

Der Vorstand sah sich verpflichtet, der aktiven Wehr finanziell aus Eigenmitteln unter die Arme zu greifen. Erfreulich daher für die Feuerwehrdienstleistenden, das sie einen professionellen Wassersauger mit automatischer Entleerung über die eingebaute Schmutzwasserpumpe im Wert von rund 2000 Euro entgegennehmen durften - eine gute Investition für Hilfeleistungen bei Hochwassereinsätzen.

Eigentlich sollte über eine Anpassung des Mitgliedsjahresbeitrags abgestimmt werden, doch dafür fehlte die Beschlussfähigkeit. Das wird am Samstag, 21. April, nachgeholt. Dem Antrag des Ehrenkommandanten und Ortsheimatpflegers Alfred Schorner auf die Sanierung des Kriegerdenkmals stimmten die Mitglieder mehrheitlich zu. In Ermangelung eines Kriegervereins in Aschach kümmert sich die Wehr bereits seit Jahrzehnten um den Erhalt und Pflege des Ehrenmals.

Kommandant Norbert Hiller berichtete von 15 Einsätzen im vergangenen Jahr: sieben technische Hilfeleistungen, vier Brände, ein Fehlalarm und drei Straßenverkehrsabsicherungen. "Verantwortungslose Bürger verursachen in letzter Zeit des öfteren durch Einfüllen von heißer Asche in den Grüncontainer beim Bienenhof nicht nur unnötige Alarmierungen, sondern gefährden auch den in der Bevölkerung beliebten Standort", monierte Hiller.

96 Einsatzkräfte

96 Aktive, darunter 25 Frauen, leisteten eingeteilt in sieben Gruppen bei der Feuerwehr Aschach ehrenamtlichen Dienst zur Sicherheit der Bürger. Robert Heldmann wurde zum Oberfeuerwehrmann,m Matthias Schön zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Maximilian Kopf und Thomas Rembold jun. wurden mit dem Übertritt von der Jugendfeuerwehr zu Feuerwehrmännern ernannt.

Landrat Richard Reisinger bedankte sich für das Engagement, das die Floriansjünger für die Allgemeinheit aufbringen. "Es gibt keine Alternative zu den Freiwilligen", sagte er. Bürgermeister Alwin Märkl, der der Wehr jegliche benötigte Unterstützung zusicherte, bemängelte das Behindern der Einsatzkräfte und die Gafferei an den Einsatzstellen. Kreisbrandinspektor Hubert Blödt wertete es als erfreulich, dass die Aschacher Wehr nicht nur ihre Einsätze mit Bravour leiste, sondern auch kulturell und gesellschaftlich für das Dorf eine Bereicherung ist.

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