20.02.2018 - 16:52 Uhr
Freudenberg

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf 2017 ein Einsatzjahr mit besonderen Herausforderungen

2017 ist für die Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf ein Rekordjahr mit besonderen Herausforderungen. 206 Einsätze, darunter 144 der integrierten Ersthelfergruppe der First Responder - das ist Rekord.

Beförderungen und Ernennungen (von links) 2,Bgmst. Franz Weiß, 1. Vorsitzender Daniel Gietl, Michael Attenberger (Löschmeister)), Christian Schwab (FM), 2. Vorsitzender Gerhard Schorner, Andreas Schönberger (FM), 2. Kdt Peter Meßmann, Josef Richthammer (OFM) Fabian Lenk (FM) KBI Hubert Blödt, Kdt. Armin Daubenmerkl
von Alfred SchornerProfil

Kommandant Armin Daubenmerkl unterlegte seinen Tätigkeitsbericht in der Dienstversammlung mit Folienmaterial. Zu neun Brandeinsätzen wurde die Wehr gerufen, darunter ein Großfeuer am 1. Mai in Paulsdorf. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehren, bedingt durch die Tagesalarmstärke an einem Feiertag, gelang laut Daubenmerkl eine gute Leistung.

Alle Aufgaben gelöst

Die Einsätze in der technischen Hilfeleistung hätten die Floriansjünger in den vergangenen Jahren dank der fundierten Ausbildung, aber auch dem ständigen Anpassen der Ausrüstung vor keine Aufgabe gestellt, die sie nicht hätten lösen können. Dabei galt es Verkehrsunfälle ebenso abzuarbeiten wie auch Wetter bedingte Ereignisse.

Während ein Unfall mit einem Schulbus glimpflich ausging, waren bei zwei weiteren schweren Verkehrsunfällen bei Lintach und Pursruck trotz schneller Hilfe Todesopfer zu beklagen. Daubenmerkl ermunterte die eingesetzten Hilfskräfte, nach derartigen Ereignissen das Angebot der psychologischen Aufarbeiten bei einer Nachbesprechung mit einem Notfallseelsorger anzunehmen.

Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute blieb gegenüber dem Vorjahr durch den Übertritt von drei Jugendlichen stabil. Er appellierte, weiterhin am Übungsdienst teilzunehmen. "Nur wer übt, kann sicher im Einsatz agieren und die vorhandene Einsatzaufregung kompensieren", stellte er fest. Der Kommandant wertete es als erfreulich, dass 1135 Übungsstunden geleistet wurden.

Wie Daubenmerkl erinnerte, wurde das langersehnte Mehrzweckfahrzeug in Dienst gestellt, es wird am Sonntag, 22. April, den kirchlichen Segnung erhalten. Durch den Bau neuer Schränke für die Atemschutzträger in Eigenleistung sei die Gemeindekasse um 5000 Euro entlastet worden. Abschließend ernannte er die aus der Jugendgruppe übergetretenen Mitglieder Andreas Schönberger, Fabian Lenk und Christian Schwab zu Feuerwehrmännern. Josef Richthammer wurde zum Oberfeuerwehrmann, Michael Attenberger zum Löschmeister befördert.

Atemschutzbeauftragter Peter Meßmann bilanzierte, dass derzeit 26 Geräteträger, darunter sechs von der Feuerwehr Lintach zur Verfügung stehen, Bei Brandeinsätzen in Paulsdorf, Hiltersdorf und Lintach waren neun davon eingesetzt. Sein Dank galt Bürgermeister und Gemeinderat für die Bereitstellung neuer Schutzkleidung. Er bat die Geräteträger, die erforderliche ärztliche Untersuchung zeitnah vornehmen und ihm die Bestätigung zukommen zu lassen. Für die heiße Übung in Atzlricht und einen Zwei-Tage-Lehrgang im Brandhaus in Würzburg nehme er Anmeldungen entgegen.

17 Nachwuchskräfte

Die Nachwuchsgruppe von Jugendwart Andreas Zeitler hat 17 Mitglieder, darunter sechs Mädchen, und ist eingeteilt in zwei Gruppen. Zeitler erinnerte an zahlreiche Aktivitäten. Die jungen Leute hätten bei der modularen Truppmannausbildung, der Bayerischen Jugendleistungsprüfung und einem Wissenstest fehlerlose Leistungen gezeigt.

2. Bürgermeister Franz Weiß und Kreisbrandinspektor Hubert Blödt zollten der Freudenberg-Wutschdorfer Wehr Dank und Anerkennung für die ehrenamtlich geleisteten Dienste zum Wohle der Mitbürger. Wie hatte es Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl überschlägig berechnet: "Gäbe es keine Freiwilligen, müsste die Gemeinde jährlich rund 500 000 Euro für berufsmäßige Beschäftigte an Personalkosten aufwenden."

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