Jahresrückblick mit einer besonderen Auszeichnung
Freimberch und seine Helden

Stargast auf der Bühne: Marco Ries (Zweiter von links), der ein Mittel gegen die sterbenden Ortskerne gefunden hat.
Vermischtes
Freudenberg
01.01.2018
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Marianne und Gerhard Schorner aus Wutschdorf wurden 2017 als Lebensretter ausgezeichnet. Sie erzählten die ganze Geschichte.

Freimberch 2017 - die Bilder eines Jahres ließ der Heimat- und Kulturverein auch in diesem Jahr Revue passieren. Außerdem gab es eine besondere Ehrung.

Wutschdorf. (gri) Wenn das Jahr zu Ende geht, dann setzen sich die Freudenberger und Wutschdorfer noch einmal zusammen, um zurück zu blicken, Das war auch heuer so. Bei einem bunten Abend zum Jahresabschluss gab es jede Menge Bilder und interessante Gesprächspartner auf der Bühne. "Freimberch 2017 - Bilder eines Jahres", so hatte der Heimat- und Kulturverein den Abend überschrieben, rund 200 Gäste - darunter viele Kinder und Jugendliche - waren der Einladung in den Saal des Pfarrheimes gefolgt. Andreas Hahn führte durchs Programm und die Gäste mit Bildern quartalsweise durch das Jahr.

Schlagzeilen gemacht

Dazwischen gab es jeweils eine Interviewrunde mit Leuten, die im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt haben. Als erster kam Marco Ries auf die Bühne, der das Aussterben der Ortskerne ins Gegenteil verkehrt. Im Frühjahr hatte er damit begonnen, die seit mehr als zehn Jahren leerstehende Bäckerei in Wutschdorf wieder in Betrieb zu nehmen. Mittlerweile floriert das Geschäft. Am Wutschdorfer Kirchplatz ist wieder richtig was los.

Weitere Gäste am Mikrofon waren Marianne und Gerhard Schorner. Beide wurden heuer als "Kavaliere der Straße" ausgezeichnet, weil sie einem Menschen das Leben gerettet hatten, der im Straßenverkehr in Gefahr geraten war. Sie hatten ihr Auto im Sommer in der Nähe von Poppenricht mutig vor den Wagen einer Frau gesetzt, die wegen Unterzuckers die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren hatte.

Als dritter Studiogast durfte Pfarrer Moses Gudapati nicht fehlen. Die Neubesetzung der Pfarrstelle war 2017 eines der wichtigsten Themen für Wutschdorf. Gudapati nutzte die Gelegenheit, um seine Heimat kurz vorzustellen. Wobei er stets betonte, dass Wutschdorf seine neue Heimat ist. Auch eine Filmpremiere beinhaltete der Abend: Der Heimat- und Kulturverein führte das Video vor, das die Kinder im August beim Ferienprogramm im Dorf gedreht hatten. Sie waren an einem ganz normalen Werktag mit einer Kamera durch die Straßen gelaufen und haben die Menschen gefilmt, die ihnen gerade zufällig begegnet sind. Diese hatten dann nur eine einzige Aufgabe. Sie mussten ihren Namen sagen mit dem Zusatz "... und dou bin i dahoim".

Dass die Freudenberger und Wutschdorf gerne hier daheim sind, das zeigte die Resonanz auf den Abend. Den bunten Abend zum Jahresrückblick möchte mittlerweile keiner mehr missen.

Das UrgesteinZum ersten Mal hat der Heimat- und Kulturverein seinen Ehrenamtspreis - das "Freudenberger Urgestein" verliehen. Hermann Koch darf sich als erster Preisträger über die gläserne Trophäe freuen, die einen Granit aus dem Felsstock des Johannisberges beinhaltet. Koch bekam den Preis für sein jahrzehntelanges Engagement, als Sportler, als Gartenfachmann und vor allem als Fotograf. Mit seiner Kamera dokumentiert der pensionierte Berufsschullehrer sämtliche gesellschaftliche Ereignisse im Dorf, stellt die Fotos dann kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung.

"Der Jahresrückblick ist eine ideale Gelegenheit, auch einmal Danke zu sagen", erklärte Uli Piehler, der die Laudatio halten durfte. "Hermann Koch leistet eine Arbeit von unschätzbarem Wert." Sein Bilderarchiv beinhalte mittlerweile Hunderttausende Fotos, feinsäuberlich bearbeitet, sortiert und archiviert. Der Heimat- und Kulturverein will das "Freudenberger Urgestein" künftig jedes Jahr an eine Person verleihen, die sich in außergewöhnlicher Weise um das Allgemeinwohl verdient macht, dabei aber gar nicht so sehr im Rampenlicht steht. (gri)
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