Chorgemeinschaft mischt im öffentlichen Leben weiter kräftig mit
„Frohsinn“-Sänger stehen zusammen

Mit einem ergänzten Vorstand bestreitet der Gesang- und Orchesterverein die nächsten Jahre bestreiten. Gerhard Dostler (stehend links) erhielt eine Urkunde für 50 Jahre Treue zum MGV. Bild: roh
Freizeit
Friedenfels
12.01.2017
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Der Abgesang auf den Chor, der bisweilen schon zu vernehmen war, ist überwunden. "Verein und Chor bestehen immer noch, schenken sich und den Zuhörern mit bemerkenswerten Auftritten viel Freude", stellte Bürgermeister Gottfried Härtl bei der Hauptversammlung des Gesang- und Orchestervereins "Frohsinn" fest. Die Vereinsführung sei in guten Händen, so dass der Chor auch mehr als 110 Jahre nach der Gründung noch viele gelungene Auftritte hinlegen werde.

Mit Horst Straub und Wolfgang Härtl an der Spitze geht der Verein in die nächste Wahlperiode. Bei der Generalversammlung im Gasthof "Goldener Engel" wurde die beiden Vorsitzenden von den Sängern einstimmig bestätigt. Ansonsten wurde die bewährte Führung nur durch den neu geschaffenen Posten des Notenwarts Wolfgang Mühlbauer erweitert.

In Doppelfunktion

Straub nimmt weiterhin die Doppelfunktion als Vorsitzender und Chorleiter wahr. Uwe Hofmann fungiert weiter als Schriftführer und Chormitglied. Die Gelder verwaltet auch künftig Bernhard Schmidt. Wolfgang Kreuzer und Helmut Schaumberger sind Kassenprüfer. Die Aktiven stellen Alexander Schön und Alfred Weidner als Beisitzer, die fördernden Mitglieder Gottfried Härtl und Thomas Schultes. Vorsitzender Horst Straub sprach von einem Jahr der ausgewogenen Termine mit 34 Singstunden (75 Prozent der 17 aktiven Sänger waren anwesend), fünf Messen und einem Ständchen.

Der Männergesangverein beteiligte sich an vier Wirtshaussingen und studierte 62 Lieder ein. Gern erinnere man sich an die Auftritte unter dem Motto "Friedenfels musiziert" und "70 Jahre Kolping". Als markante Ereignisse erwähnte Straub das gemeinsame Konzert in der Stadthalle Erbendorf sowie im Brauereikeller mit seinem besonderem Flair zum Jubiläum "500 Jahr bayerisches Reinheitsgebot", die Auftritte bei Allerheiligen und beim Weihnachtsmarkt. Außerdem kamen die Bauernmessen, Waldlermessen und Sängerkneipen gut an. Abschließender Dank galt allen Aktiven und Gönnern sowie der "Stub'nmusi" für die Mitwirkung.

Die Suche nach Sängernachwuchs sprach Wolfgang Härtl an: "Es ist nach wie vor ein zentrales Thema", verdeutlichte der zweite Vorsitzende die Dringlichkeit. Organist und Kassenverwalter Bernhard Schmidt, der auch als Vertreter des Dirigenten in die Bresche springt, listete die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben auf. Ein kleines Minus beim Kassenstand trotz eingegangener Spenden, könne man aufgrund des vorhandenen Vermögens verkraften.

Bürgermeister Härtl dankte dem Verein für die Liedbeiträge, mit denen der MGV viele Anlässe in der Gemeinde umrahmt. Stefan Werner, Vorsitzender der Sängergruppe Wiesau, bescheinigte dem Friedenfelser Chor, er brauche sich keineswegs zu verstecken, auch wenn ab und zu ein Engpass wegen Krankheit herrsche. "Die Harmonie der Stimmen ist genauso erfreulich wie die Berichte über personelle Verstärkungen, die nicht alltäglich sind."

Urkunden nachreichen

Ehrungen durften bei der Generalversammlung nicht fehlen. Helmut Keck und Emmeram Trottmann werde man die Urkunden für 50 und 40 Jahre Mitgliedschaft persönlich nachreichen, versicherte der Vorsitzende. Anwesend war Gerhard Dostler, der seit 50 Jahren Treue zum Männergesangverein Friedenfels zeigt. Schließlich beendete der Vorsitzende die Generalversammlung mit dem Wunsch, "dass wir auch in Zukunft so zusammenstehen".

Singen im KellerNeben Altbewährtem setzt der Gesang- und Orchestervereins auch auf Neues. Man wolle Anreize für Friedenfels schaffen, sagte Vorsitzender Horst Straub und fasste ein Singen im Keller der Brauerei ins Auge: "Er überzeugt durch eine wahnsinnig gute Akustik." An Einzelheiten werde noch gearbeitet. Besprochen wird eine Singen im Musikpavillon: "Dafür ist er eigentlich gebaut worden." Eine Sängerkneipe im Biergarten des Gasthofes "Goldener Engel" wäre ebenfalls interessant. Geplant sind vier "Sängerkneipen". Die Anhänger des Konzertes "Friedenfels musiziert" musste Straub allerdings auf 2018 vertrösten. Das sei wegen einer dringend notwendigen Vorlaufzeit geboten. Im Hinterkopf hat der Chor einen Mitschnitt der Auftritte für eine CD.

Helmut Schaumberger schüttelte noch einen beachtenswerten Termin aus dem Ärmel: Am Dienstag, 21. März, bestreitet Eberhard von Gemmingen einen Vortrag über Papst und Kirche im Hartungsaal. Der Cousin des Friedenfelser Barons war jahrzehntelang Moderator bei Radio Vatikan. Die Organisation liegt bei der Kolpingsfamilie. Zur Einstimmung regte Schaumberger ein Lied des Chores an. Von der Mitwirkung ließen sich die Sänger gerne überzeugen. (roh)
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