FGV-Wanderer erkunden Ausstellung bei Arnoldsreuth
Auf dem Schleifererpfad

Aufmerksam lauschten die Wanderer den Erklärungen von Nordert Reger (rechts) bei seinem Vortrag im bestens ausgestatteten Museum "Erlebbare Glasschleif". Bild: roh
Freizeit
Friedenfels
02.07.2017
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Außerplanmäßig geöffnet hatte vergangene Woche die renovierte "Glasschleif" am Nordrand des Steinwaldes bei Arnoldsreuth. Auf Vermittlung ihres stellvertretenden Vorsitzenden Karl Wittmann bekamen die Wanderer des Fichtelgebirgsverein in den Abendstunden Einlass. Ein lauer Sommerabend begünstigte das gemütliche Beisammensein im Garten der Glasschleif inmitten einer wunderbaren Waldwiese, auf der zum Beispiel der seltene Natternkopf blüht.

Die Wanderung führte zunächst hinauf zum Wasserrad, dem Schützweiher und am "Schleifererpfad" entlang wieder zurück. Norbert Reger, Vorsitzender der Gesellschaft Steinwaldia, hatte sich Zeit genommen und erläuterte nicht nur draußen am Hang, sondern auch im Museum "Erlebbare Glasschleif" alle Details der Glasherstellung. Die Geschichte der Anlage begann vor rund 300 Jahren, als zwei Franzosen aus der Normandie in die Gegend kamen und ihre Kenntnisse von der Glasherstellung aus ihrem Heimatland mitbrachten, erklärte Reger. Bis 1960 lief das Geschäft teils blendend. Porzellan und bessere Technik als Konkurrenz beendeten das Glasveredeln in dieser Form jedoch. Das Schleifen und Polieren, eine harte, aber wichtige Facharbeit für die Bevölkerung damals, führte Reger persönlich vor.

FGV-Vorsitzender Manfred Lang und Wanderwart Werner Zuleger bedankten sich für die außerplanmäßige Aufnahme. Nachdem die Mücken zu aufdringlich wurden, setzten die Besucher den schönen Abend in den Gasträumen der "Glasschleif" fort.
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