Herbstfest mit Bierwandertag lockt Tausende nach Friedenfels - Besondere Landschaft, grandiose ...
Ungebremste Wanderlust

Nicht so viel Durst wie sonst entwickelte sich am Sonntag bei größtenteils bedecktem Himmel. Dennoch machte der Bierwandertag seinem Namen alle Ehre.
Freizeit
Friedenfels
11.09.2017
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Die Kapelle aus Falkenberg bereicherte das Fest mit zünftiger Blasmusik.

Das Herbstfest mit Bierwandertag entpuppte sich als furioses Finale des Sommers in der sonst eher beschaulichen Steinwaldgemeinde. Drei stimmungsvolle Festabende lockten Tausende Besucher. Das Tief zwischen Samstagabend und Sonntagfrüh schmälerte die Wanderlust nur geringfügig. Nachdem der Regen völlig abgeebbt war, bewegten sich durch die herbstliche Flur bei der 33. Ausgabe des Bierwandertags jede Menge Frauen, Männer und Kinder. Rund 2500 Personen nahmen die zehn Kilometer in Angriff.

Dieser Erfolg basiert auf dem guten Image der Traditionsveranstaltung, bester Organisation, ansprechendem Musikprogramm und nicht zuletzt der süffigen Beigabe Bier. Der Besucheransturm war enorm beim letzten Großereignis im zu Ende gehenden Sommer in Friedenfels. Nicht nur am Sonntag, sondern schon am Freitag und Samstag waren die Ortsstraßen zugeparkt.

Gäste in Feierlaune

Die Schloßbrauerei und die Helfer aus den örtlichen Vereinen freuten sich nicht nur über die vielen Teilnehmer am Wandertag, sondern auch über die mehr als 5000 Gäste in bester Feierlaune an den Abenden. Auf den turbulenten Auftakt am Freitag mit der Partyband "Notausstieg" folgte ein trockener Abend.

Im voll besetzten Festzelt fand die Party am Samstag ihre Fortsetzung mit der bayerischen Showband "Erwin und die Heckflossen". Eine bunt gemischte Fangemeinde vor der Bühne machte der Devise "zünftig Feiern" alle Ehre. Auch am Sonntagabend freute sich die Schlossbrauerei über ausgezeichneten Besuch. Nach der Blaskapelle Falkenberg hielt am Abend der "Oberpfälzer Buam-Express" die Feierlaune hoch. Eingebettet in das Herbstfest war wie immer der Bierwandertag.


Die Frühaufsteher erlebten eine frische und nebelige Atmosphäre. Die Sonne war zunächst nicht zu sehen, so dass sich der Start vieler Interessenten verschob. Doch nutzten im Lauf des Tages insgesamt etwa 2500 Naturliebhaber, Sportler und auch sonst eher bewegungsfeindliche Zeitgenossen die Gelegenheit, um sich nach dem Motto "Dabeisein ist alles" auf den Weg zu machen. Bei ausbleibendem Regen entwickelte sich doch noch ein echtes Outdoor-Erlebnis.
Der einzige noch verbliebene große Wandertag in der Region hat inzwischen Kult-Status. Treue Gäste verhalfen der Veranstaltung zur Renaissance. Scharenweise machten sie sich auch heuer wieder mit Kind und Hund auf, um den längeren Anstieg durch die "Holzspitz" zu "bezwingen". Am Rastplatz wurde traditionell der Vorwärtsdrang gebremst. Dort stauten sich die gut gelaunten Wanderer und genossen die Sonne, die doch noch durchkam. Im trockenen Gras zu sitzen war diesmal allerdings nicht drin. Zum Rasten nutzten die Wanderer Bierbänke und Picknickdecken. An den Bierzapfhähnen herrschte diesmal weniger Andrang als sonst. Das Rote Kreuz und das Jugend-Rotkreuz waren während des gesamten Festtage vor Ort, um Sanitätsdienst zu leisten. Auf der Wanderstrecke reichten sie in der Sandgrube heiße Knacker, die reißenden Absatz fanden.

Wildschwein am Spieß

Nicht nur durch die "Rote Lohe" zeigte sich die herbstliche Natur von ihrer schönsten Seite. Im Uhrzeigersinn führte die Wanderroute die Gäste auf weniger bekannten Wegen rund um Friedenfels. Die Blaskapelle Falkenberg spielte am Sonntag vor einer stattlichen Zuhörerkulisse und verbreitete bayerische Gemütlichkeit. Gegen Mittag war das Festzelt im erweiterten Biergarten vor dem Musikpavillon schon gut gefüllt mit zurückkehrenden Wanderern, die sich Verpflegung freuten. Von zwei Wildschweinen steckten gegen 12 Uhr nur noch Reste am Spieß.

Wie in den 32 Jahren vorher gab es für den abgestempelten Wanderpass einen Glaskrug, diesmal mit Motiv "Schwarzer Ritter". Die Kinder nutzten gerne das angebotene Programm am Stand von Gabi Lang.
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