Sängerkneipe des MGV kommt wieder gut an
Gut gelaunte Sängerschar

Mit Inbrunst gestalteten die motivierten Sänger und die Stubnmusi (hinten) die Sängerkneipe. Bild: roh
Freizeit
Friedenfels
19.05.2017
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Um Musikanten und Zuhörer und somit die Geselligkeit und Lebensfreude trotz großer Konkurrenz wieder ins Wirtshaus als zentrale Orte im Gemeinschaftsleben zurückzuholen, startet der Männergesangverein "Frohsinn" alljährlich mehrere Wirtshaussingen.

Beim dritten Wirtshaussingen in diesem Jahr in der "Herberge" des Gastwirts und Künstlers Christoph Daubner in Frauenreuth durfte sich der Chor des MGV auch der geschätzten Unterstützung der Friedenfelser Stub'nmusi erfreuen. Gemeinsam haben sie sich "dem Guten, Wahren und Schönen verpflichtet". Zu hören war ein fröhlicher Reigen aus populären Melodien. Vorsitzender Horst Straub und der Chor hießen die vielen Freunde des Chorgesangs mit einem geschmetterten Sängergruß willkommen.

Mit dem ersten Stück wurde der Glaube an den Frühling bestärkt, während die Stub'nmusi den "Verdruß-Irrgei" und die Amalienpolka intonierte. Die Sänger stimmten ganz im Sinne der Namensgebung "Frohsinn" das Lied "Brüder reicht die Hand zum Bund in dieser schönen Feierstund" an. Nach dem wunderbaren Sehnsucht weckenden Lied "Vicin'o Mare" kehrten die Sänger in den Steinwald zurück; dem "Grünen Wald" wurde poetisch gehuldigt. Die Wertschätzung des Dialekts zeigte der Beitrag von Helmut Schaumberger: Als Gott die Dialekte vergab, erzählte er spannend, waren alle Preußen, Sachsen, Schwaben und Wiener vorn dran. Für die Oberpfälzer hatte er am Ende nichts mehr übrig. Da kam Gott eine Idee und er sprach: Ihr reds wöi ich. Zu hören war auch "Am Brunnen vor dem Tore". Die Stubnmusi gefiel mit urbayerischen Delikatessen, "Ja was gibt's denn heit af d' Nacht", "A Rehragout". Das Stimmungshoch lieferte der Gratulationsgesang, ein Prosit auf Reinhard Schwarz, den Leiter der Stub'nmusi, der mit Petra Bannert, Hildegard Harms, Karl Käs, Bernhard Schaumberger seit Jahren als Institution für beste Volksmusik bekannt ist. Er feierte an diesem Tag seinen "59. Geburtstag". "Freunde nehmet das Glas zur Hand", lautete die freudige Aufforderung.

Die Huldigung an die "Perle des Steinwalds", das Heimatdörfchen Friedenfels, durfte nicht fehlen. Für Romantik und Ernüchterung sorgte die Geschichte der "Verführer mit der Angel". Sie begann für die launige Forelle ganz harmlos. Doch dann das tragische Ende, sie zappelt am Haken. Ein lebhaftes kraftvolles Stimmungslied der Musikanten, "D' Gäns im Howern", und der Marxglaner Fachingsmarsch folgten. Herrlich die traurig gezogene Liebeserklärung an das "Ännchen von Tarau".

Zum sensiblen Abschluss servierten die Sänger "Die Abendglocke ruft das weite Tal zur Ruh". Auf die Frage "Hat es euch gefallen?" des Vorsitzenden und Dirigenten Horst Straub antworteten alle Gäste mit viel Applaus. Das berühmte Hirtenlied von Reinhard Schwarz krönte den gelungenen Abend.
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