Seilziehwettbewerb begeistert Publikum
Fahrenberger am Zug

Das willkürlich zusammengewürfelte "Promiteam" startete ganz vorn mit Reinhard Stummreiter, dem Trommler der "Altneihauser Feierwehr". Als Moderator führte Gstanzlsänger Lucky durch den Abend. Gespannt verfolgte auch Thomas Schultes (sitzend links), Geschäftsführer die Friedenfelser Brauerei, die Wettkämpfe. Bild: roh
Freizeit
Friedenfels
13.09.2017
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Einen kräftigen Schluck aus dem Siegerhumpen hatten sich die Fahrenberger verdient. Auch Waldthurns Bürgermeister Josef Beimler (hinten, Dritter von rechts) war mit nach Friedenfels gekommen und musste im Team der "Promis" antreten.

Die Akteure in der Arena und ein großes Publikum haben gleichermaßen viel Spaß. Die Seilzugmeisterschaften der Vereine erweisen sich als unterhaltsames Spektakel.

Dicht gedrängt saßen die Zuschauer am Rand des Mittelganges, in dem sich alles abspielte, um möglichst nah dran zu sein. Als Moderator führte Gstanzlsänger Lucky aus Kohlberg lautstark durch den Wettkampf, der markanter Schlusspunkt für das Herbstfest war.

Trommler als Zugpferd

Als Schiedsrichter stellte der Moderator Karl Wittmann und Sabrina Bittner vor und bat die Mannschaften herein. Jedes Team durfte sich ein Lied zum Einmarsch wünschen. Da kam schon mal außergewöhnliches zu Gehör, zum Beispiel "Näher mein Gott zu dir". Folgende Mannschaften traten an: Burschenverein Brand, "D'Lanzer" (Feuerwehr Lanz), "Lanzer Youngsters", Feuerwehr Premenreuth, Mopedfreunde "Wild Hogs Stoawold", Feuerwehr Siegritz, Seilzieher der Fahrenbergauswahl (Gemeinde Waldthurn).

Da aus Rothenstadt niemand erschienen war, schickte sich Lucky an, das fehlende Team zu ergänzen. Spontan meldeten sich auf seine Ansage hin einige Zuschauer, die er kurzerhand ins "Promiteam" aufnahm, das sich über lautstarken Ansporn freute. Mit am Seil war Reinhard Stummreiter, Trommler der "Altneihauser Feierwehr"

Nach mehreren Musikstücken des Jugendblaskapelle Reuth kamen die ersten Sportler unter den Klängen des Florentiner Marsches zurück vom Barzelt auf die harte "Piste". Ein "Prosit", inszeniert von den Musikern, die den langen Abend mit nicht nur böhmischer Blasmusik hervorragend begleiteten, motivierte die Massen. Nach dem "Seilaufnehmen" hatte der Schiedsrichter das Wort.

Umkämpft und spannend waren die meisten Begegnungen. Nach einem kaum sichtbaren Hin und Her von wenigen Zentimetern gelang nach kräftigen Anfeuerungsrufen der eigenen Anhänger der Feuerwehr Premenreuth, die gewichtigen Herren aus dem Steinwald auf ihre Seite zu ziehen. Der Wettkampf wogte fortan hin und her, es gab aber auch Überraschungsangriffe, die nur Sekunden dauerten und die Gegner überrumpelten.

Die zusammengewürfelten "Promis" konnten sich nicht als Siegerteam profilieren, bereicherten aber den Wettkampf ungemein. Ein Riesengeschrei begleitete die Mannschaft, als der Moderator das Team gegen die kräftigen Burschen aus Brand verstärkte. Teilnehmer aus Friedenfelser Vereinen suchte man im Wettbewerb vergeblich.

Den Einmarsch der Recken zum Finale begleiteten die Musikanten mit dem "River-Kwai-Marsch". Die Seilzieher der Fahrenbergauswahl rangen schließlich die ebenfalls kräftigen Feuerwehr-Männer aus Lanz im Landkreis Neustadt knapp nieder und durften sich zum Sieger küren lassen. Einen kräftigen Schluck Weizenbier hatten sie sich redlich verdient. Geschäftsführer Thomas Schultes von der Schlossbrauerei Friedenfels überreichte den Siegerscheck über 500 Euro und einen Pokal.

Bier als Trostpreise

"D'Lanzer" wurden als Vizemeister mit 100 Litern Bier entschädigt. Die Feuerwehr Premenreuth freute sich über 50 Liter. Der Verlierer im Kampf um Platz drei, der Burschenverein Brand, nahm als Sonderpreis 30 Liter Bier mit nach Hause.

Der Moderator dankte dem Schiedsrichter Karl Wittmann und lobte die "Seele des Festes" Sabrina Bittner. Für die Organisatorin brachten auch die Zuschauer ihre Anerkennung mit viel Beifall zum Ausdruck.
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