Wirtshaussingen des Gesang- und Orchestervereins
Begeistert vom Zauber der Musik

Hingebungsvoll intonierten die Chorsänger den bunt gemischten Reigen populärer Melodien. Bild: roh
Freizeit
Friedenfels
14.02.2018
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Der Gesang- und Orchesterverein Friedenfels ist inzwischen bekannt für seine Wirtshaussingen. Auch das gut besuchte Treffen am Ende der "lustigen Tage" ist Garant für gute Laune.

Das erste Wirtshaussingen in diesem Jahr gestaltete der Gesang- und Orchesterverein "Frohsinn" im Gasthof "Sporn" in Frauenreuth. Der Chor wartete vor einer Runde aus Gesangsliebhabern mit einem fröhlichen Reigen aus populären Melodien, die man nicht oft genug hören kann, auf. Mit einem kräftigen "Es grüßen euch mit Herz und Hand die Sänger vom Steinwaldrand" gelang der musikalische Einstieg in den Abend.

Ein Wirtshaussingen, erklärte der Vorsitzende und Dirigent Horst Straub, ist eine gehobene Singstunde, "die uns viel Freude bereitet und eigentlich zu Übungszwecken und zur Pflege wertvollen Kulturguts abgehalten wird". Weiter sagte Straub: Doch weil wir so schwungvoll singen und gute Laune verbreiten, bitten wir Publikum, meist Freunde des Chorgesangs, hinzu." Und die nehmen die klingende Stunde - meist sind es mehr als zwei - gerne an und danken mit viel Beifall. "Heute ist der gesamte aktive Chor anwesend", freute sich der Dirigent über den bemerkenswerten Zusammenhalt.

Sogleich erfüllte der "Zauber der Musik" den Gastraum. "Nimm dir Zeit", lautete eine der wichtigsten Forderungen, denn irgendwann werde sich das Schicksal einmal wenden. Im "Schifferlied" löschte das Meer die Sonne aus. Natürlich wurde auch "forsch gesungen", langsam und einfühlsam beginnend, dann mit der Stimmkraft von 20 Männern. Nicht nur Zuhören, sondern Mitsingen für alle war angesagt. "Jenseits des Tales" schilderte Begebenheiten aus dem Reiterleben. "Über diese Höhen bin ich oft gegangen", erzählten die Sänger. Das Verlangen nach dem Thüringer Wald war mit dem "Rennsteiglied" eindringlich fühlbar.

Getragen und feierlich gesungen, riefen die "Abendglocken" das weite Land zur Ruh'. Natürlich durfte die romantische Verklärung des Steinwaldes mit dem "Steinwalddörflein" nicht fehlen, "hier am Rand des großartigen Steinwaldes, wo der Weißenstein stolz herunterschaut". Dieser Melodie hat die einheimische Helene Steinhauser 1952 "Seele" eingehaucht. Hoch in Kurs standen auch die melancholischen Melodien wie "Sanft sinkt die Nacht hernieder". Beim "Vizin'o mare" (Lied der Fischer) glaubte man das Spiel der Wellen im Meer zu spüren.

Lebensfreude

Im Gegensatz dazu die lauthals gesungene Verführung "Freunde, nehmt das Glas zur Hand, prosit, prosit, prosit". Das vermittelte pure Lebensfreude. Die Aufforderung galt Georg Kraus, der eine "Runde" aus Anlass seines Geburtstages spendierte. Gesungene Glückwünsche folgten im schmissigen "Bierlied", das sich der Jubilar wünschte.

Dann schoss die "launige Forelle" noch durch den Bach. Die Fernweh weckenden Träumereien "Morgen Mathilda" erzählten von den unendlichen Straßen dieser Welt, "doch eine führt wieder zurück zu dir". Am Ende folgte noch ein willkommener Rhythmuswechsel mit dem swingenden "Bella bimba", bevor dem Dirigenten und den Sängern mit Beifall gedankt wurde.
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