1500 Jahre bayerisch-böhmische Grenzgeschichte
Enges Miteinander

Lokales
Friedenfels
26.04.2013
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Auf Einladung des Katholischen Erwachsenenbildungswerks im Landkreis sowie der Kolpingsfamilie und des Müttervereins Friedenfels referierte der frühere Leiter des Staatsarchivs Bamberg, Professor Dr. Franz Machilek, im Gasthof "Goldener Engel" über "Bayerisch-böhmische Grenzgeschichte".

"Die engen nachbarschaftlichen Beziehungen lassen sich an zahllosen Beispielen im politischen, kirchlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen, künstlerischen, volkskundlichen und allgemein kulturellen Bereich ablesen", so der Historiker. Dabei hätten im Lauf der Geschichte die von wechselseitiger Kontaktnahme und Zusammenarbeit geprägten Phasen die Zeiten kriegerischer und konfessioneller Auseinandersetzungen überwogen.

Als Beispiele führte der Referent die Verbindungen zwischen dem frühen bayerischen Herzogtum, der Regensburger Kirche und den bayerischen Klöstern nach Böhmen, die späteren Heirats- und Adelsbeziehungen sowie die Handels- und Verkehrsverbindungen an.

Übersteigerter Nationalismus im 19. Jahrhundert und die durch den Nationalsozialismus, die Massenvertreibung der Deutschen und das kommunistische Regime entstandene Krise brachten dann das Pendel für längere Zeit zum Stillstand. Der Referent hoffte, dass die neu aufgenommenen freundschaftlichen Beziehungen Bestand haben mögen.
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