17.06.2014 - 00:00 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Agrarpolitische Sprecherin der Grünen besucht Biohof Grenzmühle - Streifzug durch Steinwald Gesundes aus der Modellregion

"Ich war noch nie in der nördlichen Oberpfalz", gestand die agrarpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag, Gisela Sengl. Umso überraschter war sie beim Besuch auf dem Biobauernhof Grenzmühle. Vor Mitgliedern des Naturparks Steinwald sagte sie begeistert: "Ihr habt eine wunderschöne Landschaft."

Spaziergang durch die herrliche Natur des Steinwalds: Gisela Sengl (Dritte von links), agrarpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, ließ sich vom Vorsitzenden des Naturparks Steinwald, Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg (links), führen. Mit im Bild Biobauer Josef Schmidt, Regina Mühlbauer, Robert Mertl, Markus Möllmann, Kreisrätin Heidrun Schelzke-Deubzer, Stadträtin Katharina Hage und Kreisrätin Lisa Rauh. Bild: bsc
von Bernhard SchultesProfil

Bei ihrer Tour durch die Öko-Modellregionen machte Gisela Sengl Halt im Steinwald. Neben ihrem Bauernhof betreibt die gelernte Landschaftsgärtnerin und Wirtschaftsfachwirtin einen Bioladen im Landkreis Traunstein. Landwirtschaft, Ernährung, Verbraucherschutz seien ihre "Leib- und Magen-Themen". Als Unternehmerin liege ihr aber auch eine soziale, nachhaltige Wirtschaftspolitik am Herzen, bekannte Sengl. Ihr war es wichtig, dass sich die Öko-Modellregionen untereinander austauschen und gemeinsam Ziele verfolgen. Ihren Streifzug durch die Natur des Steinwalds begleitete ein reger Meinungsaustausch mit dem Vorsitzenden des Naturparks Steinwald, Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg. Eingebunden waren der zweite Vorsitzende des Vereins Kulturlandschaft südlicher Steinwald, Robert Mertl, Stadträtin Katharina Hage und die Kreisrätinnen Heidrun Schelzke-Deubzer und Lisa Rauh.

Magerrasen

Nachhaltigen Eindruck hinterließen die Informationen von Biolandwirt Josef Schmidt, der die Grünen-Politiker über die Weidewiesen seines Rotviehs mit Magerrasen und Feuchtwiesen führte. Auch erzählte Schmidt Wissenswertes über die Geschichte der Grenzmühle: Nach Aufgabe des Forellenzuchtbetriebes erwarb der Verein zum Schutz wertvoller Landschaftsbestandteile in der Oberpfalz 2009 die Teichanlage und die dazu gehörigen Flächen (insgesamt zwölf Hektar), um sie im Sinne des Naturschutzes zu erhalten und zu pflegen. Mit Arnika, Mondraute, Kreuzotter, Zauneidechse, Flussperlmuschel und vielen anderen Tier- und Pflanzenarten galt es zahlreiche Kostbarkeiten des Steinwaldes zu bewahren, erläuterte der Biobauer. Robert Mertl brachte Gisela Sengl die Bemühungen und Vorarbeiten zur Anerkennung der Modellregion näher. Eine historische Kulturlandschaft, eingebunden in die Waldlandschaft des südlichen Steinwalds. Hier gebe es noch immer strukturelle Vielfalt mit Feldrainen, Hecken, abwechslungsreichen Waldrändern und kleinräumig parzellierten Äckern und Wiesen. Das Gebiet beherberge Lebensräume für eine Vielzahl teils gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Bestes Fleisch

Angetan war Gisela Sengl auch auf der weiteren Besichtigungstour: Ökonomiehof in Friedenfels, Landhandel der Friedenfelser Betriebe, Dorfladen. Eindruck hinterließ zudem der kulinarische Teil in der "Schlossschänke", als Slow-Food-Koch Johann Herrnböck Fleisch vom Rotvieh aus dem Steinwald servierte.

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