Kläranlagen-Bau: Neuer Verteilerschlüssel Thema in der Bürgerversammlung
Debatte über höhere Kosten

Lokales
Friedenfels
18.04.2013
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Neubau einer Kläranlage zusammen mit den Gemeinden Reuth und Krummennaab: Da scheiden sich bekanntlich seit Monaten die Geister in Friedenfels. Auch in der Bürgerversammlung entwickelte sich eine lebhafte Diskussion.

Auf die Frage von Martin Hirschmann, ob durch den Abriss des Fabrikgebäudes der Firma Seltmann in Krummennaab Mehrkosten für die Friedenfelser Bürger entstehen, antwortete Bürgermeister Gottfried Härtl: "Der Verteilerschlüssel wird dadurch definitiv kleiner und der Preis für die Grundstücks- und Geschossflächen angehoben." Im Grundsatz jedoch bleibe der Preis für die Bürger von Reuth, Krummennaab und Friedenfels pro Einheit gleich, so das Gemeindeoberhaupt wörtlich. Friedenfels könne jedoch den Preis dadurch senken, dass ein Teil auf die Grundstücks- und Geschossflächen sowie der andere Teil auf die Abwassergebühren umlegt werde. Dieser mögliche Abrechnungsmodus werde derzeit vom Gemeinderat verfolgt. "Es wird mit Sicherheit so sein, dass Friedenfels erheblich höhere Kosten zu begleichen hat als die anderen Kommunen", meinte daraufhin Oskar Schuster. Noch liege keine Berechnung für den Restwert der bestehenden Kläranlage in Krummennaab vor. Friedenfels müsse für einen Teil der bestehenden Gebäude in Krummennaab bezahlen "und das sind mit Sicherheit einige Hunderttausend Euro", meinte der Redner. Zudem müssten die Leitungen und das Pumpwerk nach Mittermühle von Friedenfels alleine bezahlt werden.
Nicht verfolgt worden sei laut Schuster die Möglichkeit des Baus eines Ablaufes entlang des bestehenden Baches nach Mittermühle. Dieses schloss jedoch Klärwärter Rudi Trießl völlig aus, da das Gebiet sehr sumpfig und nass sei und zahlreiche Zufahrten für die erforderlichen Spülmöglichkeiten des Kanals geschaffen werden müssten.

Die geplante erforderliche Druckleitung mit dem dafür nötigen Pumpwerk zum neuen Kanal nach Krummennaab sah Martin Hirschmann als kein Problem an und verwies auf zahlreiche Beispiele in den Nachbargemeinden.
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