28.04.2016 - 16:28 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Fast einstimmig für eigene Anlage

Mit 12:1 Stimmen beschloss der Friedenfelser Gemeinderat den Bau einer eigenen Kläranlage. Lediglich Lisa Rauh (Grüne) sprach sich dagegen aus. Offen ist noch die Wahl des Modells.

Für den Neubau einer Kläranlage muss das bestehende Areal erweitert werden. Sollte sich die Gemeinde für eine konventionelle Anlage entscheiden, muss der Feldweg zum Pulverturm verlegt werden. Bild: bsc
von Bernhard SchultesProfil

Sitzfleisch brauchten Gremiumsmitglieder und Zuhörer in der Sitzung am Mittwochabend: Allein der öffentliche Teil dauerte über drei Stunden. Neben der Beratung über die Kläranlage stand die Verabschiedung des Haushalts (Bericht folgt) im Mittelpunkt.

Albert Lenk und Markus Münchmeier vom Ingenieurbüro Münchmeier-Eigner erläuterten eingangs die Planungen für den Bau einer neuen Kläranlage. Vorgesehen sei, die alte Anlage größtenteils zurückzubauen. Allein das Betriebsgebäude könnte künftig als Werkhalle und Lagerschuppen Verwendung finden. Die Experten erklärten, dass das Gelände erweitert werden müsse und bestimmte Flächen des bestehenden Areals später einmal vom Bauhof genutzt werden könnten. Die Kostenschätzung beläuft sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Nach der Vorstellung der Pläne mussten die Räte dennoch über mögliche Alternativen beraten, weil die Fachkräfte vom Wasserwirtschaftsamt einen gemeinsamen Bau mit Krummennaab noch immer nicht ausgeschlossen haben. Mit Ausnahme von Lisa Rauh waren jedoch alle Räte der Meinung, dass eine eigene Anlage die beste Lösung sei. Bürgermeister Gottfried Härtl, Baron Freiherr von Gemmingen Hornberg und Manfred Wiese (alle CSU) sowie Edeltraud Kaßeckert und Oskar Schuster (beide UFW) setzten sich besonders für eine eigene Anlage ein - denn in den vergangenen Wochen und Monaten hätten Äußerungen von möglichen Projektpartnern in der Presse eine fruchtbringende und zweckmäßige Zusammenarbeit verhindert. Nach dem Votum soll nun zügig geklärt werden, ob eine konventionelle Anlage oder eine Pflanzen- und Schilfkläranlage entstehen soll.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.