Der "gute Geist" in der Kirche

Vermischtes
Friedenfels
16.12.2016
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Erika Stock hat sich in der evangelischen Kirchengemeinde Thumsenreuth-Friedenfels bleibende Verdienste erworben. Seit 30 Jahren wirkt sie unermüdlich als Mesnerin. Dafür sagte nun nicht nur Pfarrerin Nadine Schneider Dank.

Bei der Feier zum Jubiläum der Schlosskapelle (wir berichteten) erntete Erika Stock viel Lob. In den drei Jahrzehnten ihres Engagements hatte sie viel Arbeit mit dem Organisieren und der Vorbereitung von Veranstaltungen - nicht zu vergessen rund 930 Gottesdienste. Das wurde nun gewürdigt.

Bei der Feier glänzte sie in "ihrer Kirche" mit einem reichen Schatz an Erlebnissen und interessanten Vorgängen, die bisher noch nicht so angesprochen worden seien. Sie stellte nach einer detaillierten persönlichen Begrüßung das Zusammenspiel aller wichtigen Mithelfer und Institutionen der vergangenen 30 Jahre im Kirchenbetrieb aus ihrer Sicht in den Vordergrund. Mit einer längeren Schilderung leistete sie einen bedeutenden Beitrag zur Jubiläumsfeier. Nach Klaus Keyser habe Pfarrer Klaus Göpfert sieben Jahre hier gewirkt. Den Vertretern der katholischen Kirche Friedenfels bescheinigte sie eine gute ökumenische Zusammenarbeit und bekundete den Dank, dass größere Beerdigungen in der Kirche mit großer Kapazität nebenan abgehalten werden durften.

Ihr Gruß galt allen evangelischen Kirchenvorständen aus Krummennaab und Thumsenreuth und Friedenfels, allen Prädikanten, Lektoren, Pfarrern und Organisten. "Erwin Steiner, der Mann der ersten Stunde, stand mir mit Rat und Tat zur Seite. Dank sagen möchte ich Christine Zahn, Betty Tretter und Christine Schultes. Sie waren verlässliche Aushilfen, wenn ich krank war."

Erika Stock blickte zurück: "Den vierten Advent 1986 werde ich nicht vergessen. Mannshohe Schneemauern prägten die Ortsstraßen. Besucher, die wir erwarteten, blieben im Schnee stecken. Wir haben klein angefangen. Helmut Steiner spielte zwölf Jahre ein Harmonium. An Heiligabend 1998 erklang zum ersten Mal unsere Orgel. Seit etwa zehn Jahren trägt unsere Glocke Freud und Leid hinaus."

Für die Kirchengemeinde dankte Erika Stock der Familie von Gemmingen-Hornberg und würdigte die weiteren Zuwendungen für Altarschmuck, Christbäume, Adventsständer, Erntedankkörbe, für Heizung, Licht und Wasser. Drei Dekane, drei Pfarrer hat die Kirchengemeinde erlebt, bilanzierte die Mesnerin. "Nun sind wir glücklich mit einer Pfarrerin. Nadine Schneider ist jung, hübsch, freundlich, nett, behilflich, dankbar und hört aufmerksam zu." Ihre Gottesdienste seien Balsam für die Seele, meinte Erika Stock und bekam viel Beifall von den Besuchern der Jubiläumsfeier.

Zwei Wünsche

Vor fünf Jahren wollte die Mesnerin nach eigenem Bekunden aufhören, "doch das habe ich verschoben". Sie möchte jetzt noch im Kirchendienst bleiben, so sie gesundheitlich arbeiten könne. Zwei Wünsche äußerte sie hoffnungsvoll zum Schluss: Das 40. Jubiläum mit Pfarrerin Schneider begehen können und "Herr segne dieses Haus, und alle, die darin gehen ein und aus."
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