Erster Erfahrungsbericht beim Treffen der Luchsberater
Luchs findet eine neue Heimat

Eigentlich sind Luchse ja meist nachts aktiv. Das Tier hier wurde im Freigehege des Nationalparks Bayerischer Wald aufgenommen. Wie es dem Steinwald-Luchs geht, erfahren die Luchsberater in ihrer Tagung im Januar in Friedenfels. Bild: bz
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Friedenfels
30.12.2016
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Die Aktion war lange vorbereitet und blieb dennoch weitgehend geheim: Im August wurde im Steinwald ein junges Luchs-Weibchen freigelassen. Ohne großen Medienrummel. Nur ein kleiner Kreis wusste davon. Das 14 Monate alte Tier war als Junges verwaist im Bayerischen Wald gefunden und dann im Tierpark Lohberg auf ein Leben in Freiheit vorbereitet worden.

Im Steinwald, in den Wäldern der Güterverwaltung Friedenfels, fühlt sich Pinselohr offenbar heimisch. Erste Risse beweisen auch, dass die große Katze instinktiv weiß, wie sie Beute machen muss. In der Natur lernt das die Mutter ihren Jungen.

Es gibt also viel zu erzählen, wenn sich im Januar die Luchsberater Nordbayerns zu ihrer jährlichen Tagung in der Schlossschänke Friedenfels treffen. Da werden Arbeitskreis-Vorsitzender Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, Manfred Wölfl vom Landesamt für Umwelt und seine Ehefrau Sybille Wölfl, die das Projekt wissenschaftlich begleitet, auf offene Ohren stoßen.

Doch nicht nur der Luchs steht an diesem Abend im Fokus. Forstoberrat Hubert Anton berichtet von Wolfs-Beobachtungen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Dass Isegrim in der Region auftaucht, war nur eine Frage der Zeit.

Weil in den vergangenen Wintern die Abspüraktionen wegen Schneemangels abgesagt werden mussten, setzt der Arbeitskreis Luchs Nordbayern mehr auf Fotofallen. Viele Jäger und Förster sind damit bereits ausgerüstet. Etwaiges Bildmaterial oder auch Spurenfunde sollten gemeldet werden.
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