28.03.2018 - 15:24 Uhr
Friedenfels

Friedenfelser Ministranten begeistern beim Passionsspiel

Mit einer Palmprozession vom Pfarrhof zur Kirche startet die Pfarrei "Maria Immaculata" in die heilige Woche und gedenkt dabei des Einzugs Jesu in Jerusalem. Der Höhepunkt des anschließenden Gottesdienstes ist das Passionsspiel der Ministranten vor dem Hochaltar der Kirche.

Von den Kirchenbesuchern bewundert und mit großem Beifall bedacht, die schauspielerischen Leistungen der Friedenfelser Ministranten beim Passionsspiel. Im Bild Jesusdarsteller Lukas Schultes (Mitte) und die Soldaten Antonia Klöble (links) und Lisa Schmidt (rechts).
von Bernhard SchultesProfil

Trotz ihrer Erfahrungen aus den zurückliegenden drei Jahren hatten sich die Ministranten seit Wochen akribisch vorbereitet, um das Geschehen um die Auslieferung und Kreuzigung Jesu erneut aufzuarbeiten und zu veranschaulichen. Neben dem Lernen der Texte durch die Darsteller investierte Tobias Megies hinter der Bühne viele Stunden für Neuerungen. Er sowie die Oberministranten und Gruppenleiter waren heuer die Ideengeber, Initiatoren und treibenden Kräfte für eine erneute Aufführung. Für Pfarrer Joseph gab es deshalb bereits Tage vorher in der Sakristei fast kein Durchkommen mehr. Körbe und Schachteln mit umfangreich teils selbst gefertigten Utensilien, wie Schwerter, Helme, Schilder, Umhänge, Gewänder, Laternen, Dornenkrone, Spottmantel, Lanzen, Schwamm, Stirnreif, Zepter, Kopftücher und vieles mehr, lagerten griffbereit. Sogar in die "Maske" wurde dieses Mal investiert. Annamaria Härtl verpasste beim Passionsspiel Jesus-Darsteller Lukas Schultes ein Outfit, wie es wohl damals die jüdische Bevölkerung sah. "Blutverschmiert und blass" waren Gesicht und Gewand von Lukas Schultes. Nicht von ungefähr endete deshalb der Sonntagsgottesdienst mit einem nicht enden wollenden Applaus für die 30 "Lausbuben Gottes". Pfarrer Joseph: "Ich habe gestern die Passion auf einer Bühne angeschaut. Das Ensemble - mit Profis besetzt - war keineswegs besser als unsere Kinder." Eine Aussage, die erneut Beifall in der Kirche entfachte. Nach der Lesung zeigten die jugendlichen Schauspieler vor dem Hochaltar die Leidensgeschichte Jesu Christi in fünf Szenen. Das letzte Abendmahl, Jesus betet am Ölberg, Petrus verleugnet seinen Herrn, Jesus vor Pilatus und Jesu Kreuzigung wurden dabei von den jugendlichen Darstellern meisterhaft inszeniert. Während des Passionsspiels herrschte in dem gut gefüllten Gotteshaus ergriffene Stille. Unter der Zuhilfenahme von Nebelmaschine, Licht- und Strahlereffekten zeigten die Ministranten die Leidensgeschichte. Unterstützt wurden die Akteure von der Ministranten-Sprecherin Carolina Heindl, die in die einzelnen Szenen überleitete. Vor der herausragenden Gesamtleistung aller 30 Darsteller überzeugten vor allem die Hauptdarsteller des Passionsspiels, die mit kräftigen Stimmen die biblischen Themen gekonnt in Szene setzten. Dies waren Lukas Schultes als Jesus, Daniel Hirschmann als Pilatus, Adrian Käß als Judas, Tobias Megies als Simon, Philipp Schraml als Petrus.

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