Ganz entspannt beim Empfang

Einen hervorragenden Besuch verzeichnete der erste Neujahrsempfang des Erholungsortes Friedenfels. Viel Positives erfuhren die Besucher von Bürgermeister Gottfried Härtl in der Steinwaldhalle. Bilder: bsc (2)
Vermischtes
Friedenfels
11.01.2017
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In den Ruhestand wurden Nora Düning und Rudolf Trießl (Mitte) von den beiden Bürgermeistern Gottfried Härtl (links) und Oskar Schuster (rechts) verabschiedet. Rudolf Trießl war 30 Jahre als Klärwärter in der Gemeinde beschäftigt, Nora Düning 11 Jahre ehrenamtlich in der Gemeindebücherei.

Fast jede Gemeinde veranstaltet einen Neujahrsempfang. Jetzt haben auch die Friedenfelser diese lockere Art für sich entdeckt, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Premiere ist gelungen.

Sowohl Bürgermeister Gottfried Härtl als auch sein Stellvertreter Oskar Schuster, der vor zwei Jahren die Idee zu dieser Veranstaltung hatte, freuten sich am Sonntagvormittag in der Steinwaldhalle über die große und vor allem positive Resonanz. Rund 150 Gäste waren zum ersten Neujahrsempfang des Erholungsortes gekommen. Ein Höhepunkt war die Verleihung der silbernen Bürgermedaille an Karl Wittmann (wir berichteten).

"Deutschland ist ein Hort der Stabilität und des Wohlstands in einer krisengeschüttelten Welt", schickte der Bürgermeister seiner Gemeindebilanz voraus. Ob bei finanzieller Stabilität, sozialer Sicherheit, Wirtschaftskraft und Arbeitsplätzen oder dem Kampf gegen Kriminalität, überall nehme das Land einen Spitzenplatz ein. "Und in Bayern ist es noch ein Stück weit besser", fand Härtl. Jeder dritte Euro werde für Bildung und Wissenschaft ausgegeben, jeder vierte Euro gehe an die bayerischen Kommunen. Daneben zahle der Staat im Finanzausgleich über sechs Milliarden Euro an andere Bundesländer.

Solide Finanzgrundlage

"Der herausragende Erfolg unserer Region und unserer Gemeinde liegt zum großen Teil auch an Ihnen", wandte sich der Bürgermeister an die Anwesenden. "Viele von Ihnen engagieren sich für unsere Heimat, in den Familien, in den kommunalen Gremien, in Vereinen und Verbänden, in den Kirchengemeinden, in der Feuerwehr und den Hilfsdiensten, im Sport, aber auch beruflich, als Mittelständler oder Arbeitnehmer. Sie alle bestimmen den Erfolg unseres Landes und unserer Gemeinde Friedenfels mit."

"Nach vielen Jahren der finanziellen Klammheit ist es uns durch ein erhöhtes Steueraufkommen und mit Hilfe von Stabilisierungshilfen des Freistaates gelungen, wieder solide Finanzgrundlagen zu schaffen", fuhr er fort. Die Pro-Kopf-Verschuldung von 271 Euro bedeute aber auch, dass die Gemeinde künftig auf eigenen Beinen stehen und ohne demografiebedingte Sonderhilfen des Freistaats auskommen müsse.

Einwohnerzahl stabil

Auch die Einwohnerzahl habe sich stabilisiert, sie liege Ende 2015 ebenso wie 2012 bei 1263 Bürgern. Das schnelle Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde wurde zwischenzeitlich freigeschaltet, freute sich der Bürgermeister. 2017 werde die Gemeindeverbindungsstraße vom Friedhof nach Unterneumühle ausgebaut und eine langfristige Lösung der Abwassersituation für Friedenfels vorangebracht. Die wasserrechtliche Erlaubnis für das Einleiten von gesammelten Abwässern aus der Kläranlage Friedenfels in den Steinwaldbach sei bis Dezember 2019 verlängert worden. "Wir haben ein hervorragend geführtes Kinderhaus mit Kinderkrippe, der Grundschulstandort ist gesichert", freute sich Härtl. Das natürliche Wohnumfeld am Südhang des Steinwaldes sei wunderschön, das gesellschaftliche, soziale und kulturelle Angebot der Vereine von hohem Niveau. Hinzu komme der hohe Sicherheitswert der Region. "Würden Sie nicht auch gerne dort wohnen, wo andere Urlaub machen, wo die Welt noch in Ordnung ist?", fragte der Bürgermeister in die Runde.

Mit Herz und Verstand

Das Wohlergehen der Gemeinde und seiner Einwohner sei sein großer Antrieb: "Daran lassen wir uns auch messen. Ihre heutige Anwesenheit ist uns Ansporn, uns auch im neuen Jahr mit Herz und Verstand für unsere bayerische Heimat Friedenfels im Steinwald einzusetzen."

Abschließend dankte Härtl zwei verdienten Mitarbeitern. Klärwärter Rudolf Trießl beendete zum 31. Dezember seine Tätigkeit und wurde in den Ruhestand verabschiedet. Trießl stand der Gemeinde seit 1987 als Klärwärter zur Verfügung. Nora Düning, die elf Jahre in der Bücherei ehrenamtlich Dienst leistete, wurde ebenfalls verabschiedet.

Gelöste Atmosphäre

Für eine gelöste Atmosphäre sorgten Anna-Maria Härtl und Manuel Schmidt. Am Klavier und mit dem Akkordeon setzen sie besondere Akzente. Ihre Musikeinlagen wurden ebenso wie die Ansprache mit viel Applaus bedacht. An den Stehtischen war am Ende reichlich Lob über die gelungene Veranstaltung zu hören. Viele Besucher empfanden den Empfang entspannt und informativ.

Der herausragende Erfolg unserer Region und unserer Gemeinde liegt zum großen Teil auch an Ihnen.Bürgermeister Gottfried Härtl zu den Anwesenden
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