22.05.2017 - 18:38 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Gartenfreunde und Naturliebhaber greifen gerne zu Fenchel für den Falter

Auf reges Interesse stieß wieder die Aktion "Fenchelpflanzen für den Schwalbenschwanz". Denn der "fliegende Edelstein", wie der Falter oft auch genannt wird, gehört zu den schönsten heimischen Schmetterlingen.

Bis zu zehn Fenchelpflanzen verteilten Monika und Robert Mertl (Zweite und Dritter von links) an interessierte Bürger und Naturfreunde. Bild: bsc
von Bernhard SchultesProfil

(bsc) Die Vorstandsmitglieder des Vereins "Kulturlandschaft Südlicher Steinwald", Monika und Robert Mertl, verteilten in diesem Jahr 500 Fenchelpflanzen an interessierte Bürger und Naturfreunde kostenlos für die Privatgärten. Zur Verfügung gestellt hatte sie Mitglied Matthias Schlicht. Große Freude herrschte bei den Verantwortlichen und Unterstützern des Projekts, dass nicht nur Einheimische von der Aktion Gebrauch machten. Aus zahlreichen Orten rund um den Steinwald kamen Garten- und Naturfreunde und waren für das Angebot dankbar. Bei der Abholung gab das Ehepaar zudem zahlreiche Tipps und informierte die Naturfreunde mit einem Faltblatt über den heimischen Schmetterling. Robert Mertl: "Damit der Falter auch von der Aktion profitiert, sollte der Fenchel an einem sonnigen Ort im Garten gepflanzt werden und bis in den späten Herbst dort auch stehen bleiben, ohne geerntet zu werden. Wer das Gemüse aber noch nicht kennt, darf schon mal eine Knolle kosten, sollte aber die Wurzel stehen lassen, dann wächst das Kraut wieder nach und die zweite Schmetterlingsgeneration findet erneut frische Pflanzentriebe."

Keine Fraßschäden

Mit der Aktion will der Verein "Kulturlandschaft Südlicher Steinwald" den Nachwuchs für einen der größten und schönsten heimischen Schmetterlinge fördern. Um sich fortzupflanzen und überleben zu können, ist der Schwalbenschwanz auf bestimmte Pflanzen wie den Gemüsefenchel angewiesen. Auf diesen legt er nämlich besonders gerne seine Eier ab, erzählen Monika und Robert Mertl. Schwalbenschwanz-Liebhaber hätten keine Fraßschäden an anderen Gartenpflanzen zu befürchten, da der Falter die Eier nur einzeln ablege und nie in ganzen Gruppen. Auch baten die beiden Unterstützer des Projekts um Rückmeldungen. Wichtig war Robert Mertl bei der Abholung der Pflanzen, dass die interessierten Bürger und Naturfreunde alle Ergebnisse - ob positiv oder negativ - melden. "Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns ihre Beobachtungen über den fliegenden Falter, die Eiablage, Raupen oder Puppen mitteilen. So können wir uns ein Bild über die Verbreitung des Falters in unserer nächsten Umgebung und seine zeitlichen Aktivitäten machen."

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