09.03.2018 - 20:00 Uhr
Friedenfels

Gesundheitstrainer spricht beim Kneippverein Abwehrkräfte trainieren

Überall Husten, Schnupfen, Grippe. Da kommt der Vortrag beim Kneippverein Friedenfels gerade recht. Gesundheitstrainer Josef Gradl informiert, was Mann und Frau tun kann, um die körpereigenen Abwehrkräfte mit Kneippanwendungen zu stärken.

Viel Beifall gab es für den Vortrag von Josef Gradl (Bildmitte). Mit im Bild zweite Vorsitzende Lisa Rauh (links) und erster Vorsitzender Dieter Schraml (rechts) vom Kneippverein Friedenfels. Bild: roh
von Autor ROHProfil

Dieter Schraml, Vorsitzender des Kneippvereins Friedenfels, Stellvertreterin Lisa Rauh und zweiter Bürgermeister Oskar Schuster begrüßten im Gasthof "Grüner Kranz" den Gesundheitstrainer der Sebastian-Kneipp-Akademie Bad Wörrishofen und zertifizierten Kräuterführer Josef Gradl.

"Sebastian Kneipps Erkenntnisse zur Vorbeugung und Gesundung basieren auf fünf Säulen," erklärte Gradl. Durch seine fachliche Kompetenz überzeugte er die Zuhörer. Wer nass sei durch Schweiß oder Regen, dürfe sich nicht Kälte oder Zugluft aussetzen. "Wen friert, der soll nichts mit Wasser anfangen. Das gilt grundsätzlich als wichtige vorbeugende Empfehlung. Warm muss man sein, erst dann gelten Kneippanwendungen der Gesundheit." Gradl ging ausführlich auf die Regeln beim Wassertreten ein. Auch hier gelte: Stets mit warmen Füßen treten, etwa 30 bis 40 Schritte im Storchengang, Wasser nur abstreifen, nicht abtrocknen, warme Socken anziehen und durch Spazierengehen oder Laufen für Erwärmung sorgen. Die gleichen Regeln gelten für Gehen im nassen Gras oder im frisch gefallenen Schnee, so Gradl. "Erfrischend, Kreislauf anregend, venenkräftigend, das sind die bedeutenden Wirkungen für körpereigene Abwehrkräfte."

Mit großem Interesse verfolgten die Zuhörer die von Gradl detailliert beschriebenen Regeln für die Anwendung der kalten Güsse und kalten Bäder. Er verwies auf das kalte Armbad, den kalten Gesichtsguss (Schönheitsguss), den kalten Armguss, den kalten Schenkelguss und den Rückenguss als "Königsguss". "Sie erfrischen Körper und Geist, helfen bei körperlichem und geistigem Leistungsabfall. Sie bewirken einen kurzen intensiven Reiz mit Anregung des Kreislaufes, einen raschen Abtransport von Schlacken. Im Gesicht hemmt das Wasser die Faltenbildung." Das "Wühlhuber-Rezept" und der Honigwein als Medizin durften in dem mehr als zweistündigen Vortrag nicht fehlen. Gradl profilierte sich darüber hinaus als hervorragender Kenner der Kräuteranwendungen und Hausmittelchen, die nur zur Unterstützung bei ernsteren Erkrankungen taugten. "Der Besuch beim Arzt ist unverzichtbar." Sehr hilfreich und vielfach bewährt, das bestätigten auch die Zuhörer, hätten sich nach Aussage des Gesundheitstrainers Baldrian, Bärlauch, Beinwell, Brunnenkresse, Heidelbeere, Eichenrinde, Fenchel, Dornschlehblüten, Haferstroh, Heublumen, Holunder, Sauerkraut, Spitzwegerich, Schafgarbe und Wacholderbeeren.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp